Mein erstes Barcamp

Was ist denn ein Barcamp?

Gerade habe ich mit meiner Tante Tilde telefoniert. „Hach, Kind, wo warst du? Auf einem Bar-Camp. Also die ganze Zeit Cocktails schlürfen?“
Liebes Tantchen, also bei einem Barcamp steht man nicht stundenlang an einer Bar, zieht sich Cocktails rein und schläft dann anschließend in einem großem Camp. Nein, nein. Ein Barcamp ist ein Lernort – wie Schule ohne Lehrer – dafür mit vielen neugierigen Schülern.

Ein Barcamp ist eine Art Unkonferenz, in der sich Menschen zu gemeinsamen (Fach-)Themen austauschen. Zwar findet man dort auch die klassischen Elemente einer Tagung wie Moderation, Vortrag, Workshop etc. allerdings mit einem Unterschied: das Programm und die Referenten stehen zu Beginn noch nicht fest.

Also muss am Anfang ein Tagesplan – der Sessionsplan – erstellt werden. Jeder Teilnehmer, der einen Workshop halten möchte, kommt auf die Bühne, stellt sein Thema kurz vor und fragt die Resonanz bei den anderen Teilnehmern per Handzeichen ab. Aufgrund der gerade ermittelten Gruppengröße werden die einzeln Beiträge auf einer Tafel Raum und Zeit zugeordnet. Ein Beitrag (Session) dauert ca. 45 min bis zu einer Stunde.

Die Vorteile eines Barcamps

  1. Ich tausche mich mit Menschen persönlich aus, mit denen ich schon länger digital vernetzt bin.
  2. Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes Teilnehmer und nicht ein gelangweilter Zuhörer, der seine Zeit in einem Meeting absitzen muss.
  3. Die gegenseitige Wertschätzung macht es leicht, Neues zu lernen und jede Frage zu stellen.
  4. Ich bin frei: ich kann spontan meinen Tagesplan ändern, ich kann meine Pausen frei gestalten, ich kann eine Session vorzeitig verlassen und dieses Verhalten wird nicht sanktioniert.
  5. Ich kann gleichzeitig Zuhörer und/oder Redner sein.

Und was hast du dort gelernt?

Mein neues Barcamp-Wissen:

  1. Die Vorteile eines Corporate Blogs versus Facebook
  2. Wie ergänzt das Impro-Theater Design-Thinking?
  3. Leistungsschutzrecht, Verwertungsrecht, Haftung
  4. Als Blogger für die Huffington Post schreiben?
  5. Wie drehe ich ein Vine-Video?
  6. Barcamp in der Arbeitswelt (Agiles Manifest, Kanban)

Und wenn mich jetzt Stefan Evertz in seiner Blogparade fragt, ob ich jemanden den Besuch eines BarCamps empfehlen würde?
Ja, absolut: hier wird Wissen auf der Basis von Wertschätzung und Vielfalt wirklich geteilt.

 

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