Meine #LieblingsMarke Nicole Kahrs!

Nicole hat vor drei Jahren ihren sicheren Job aufgegeben und sich auf den Weg gemacht, um ihre Berufung zu finden. Diesen Mut und diese Klarheit schätze ich sehr an ihr. Heute unterstützt sie in ihren Projekten, Talkshows und Coachings Menschen dabei, selbstbewusst die eigenen Potentiale zu entdecken und leben.  – Wie Nicole bin ich der festen Überzeugung, dass unsere Gesellschaft besser wäre, wenn wir alle wüssten, warum wir morgens aufstehen. Was treibt uns wirklich an und gibt unserem Leben einen tieferen Sinn? Erst, wenn wir diese innere Herzenspositionierung beantwortet haben, sind wir auf dem Weg eine glaubwürdige Marke zu werden …

 Dein Business als Schlagzeile auf der ersten Seite … was stünde da?

Natürlich „Glücklich arbeiten und die Welt verändern!“

„Ich mache mein Ding“, sagen viele Selbstständige. Was heißt das denn für dich? – Und weil wir gerade dabei sind: Erzähl uns doch auch gleich, wie du „Erfolg“ definierst.

Erfolg ist für mich etwas, das folgt, wenn ich mir selbst folge.

Klingt simpel, ist aber ein beständiger Prozess der inneren Reflektion und Prüfung. Meinen eigenen Themen und  Intentionen einen Raum zu verschaffen, ist anfänglich ein sehr schöpferischer Prozess ohne Zielgruppendefinition und Marktanalyse. Viel wichtiger dabei ist aus meiner Erfahrung das Loslassen von Vorstellungen über die spätere Verwertbarkeit und ein Hinwenden zu den eigenen Wünschen und offenen Fragen. So wird für uns selbst unser „Warum“ erfahrbar: „Was treibt mich an und was möchte ich wirklich in die Welt bringen?.

Als ich mit meinem Herzensprojekt „What am I here for?“ startete, fühlte ich mich komplett allein mit einer solch antiquiert erscheinenden Sinnfrage. Aber gerade in den letzten drei Jahren haben die Themen Sinnstiftung und Potenzialentfaltung einen regelrechten Boom erfahren. Hätte ich mich zuerst mit Zielgruppenanalysen und Marktchancen beschäftigt, hätte ich mein Projekt wohl nie gestartet.
„Mein Ding machen“ bedeutet auch, eine Art Pionier im eigenen Feld zu sein. Dies kann gerade zu Beginn auch eine Phase mit Zweifeln und Unsicherheiten bringen. Wir müssen dann an unserer Vision festhalten, verschiedene Wege und Möglichkeiten ausprobieren und dem Wachstum Zeit geben. Hierbei sind wir gefordert unseren Mut zu stärken, unser Durchhaltevermögen zu aktivieren und uns ein unterstützendes und inspirierendes Umfeld zu gestalten.
Deshalb initiiere ich heute Workshops und Veranstaltungen, in denen Menschen diese Erfahrungen miteinander teilen können, um sich so gegenseitig zu ermutigen, der eigenen Intention zu folgen und so die Welt mit dem persönlichen Potenzial zu bereichern.

Auf diesem eher tiefgängigen Weg entstehen sehr authentische Marken und Unternehmungen, die Lösungen für echte Bedürfnisse anbieten.

Für mich bist du ganz klar eine Marke. Siehst du dich/dein Business selbst so? – Was braucht es deiner Meinung nach, um zu einer Marke zu werden, die Kunden begeistert?

Das ursprüngliche Bild des Brandzeichens auf einem Kuhhintern weist uns immer noch den Weg. Auch damals ging es schon bei dieser ersten Form von Markierung (Marke engl. Brand) schon um eine zweifelsfreie Erkennbarkeit. Doch anders als bei den Cowboys wird sich eine Person eher von innen nach außen zu einer authentischen Marke entwickeln.
Alles was wir uns nur überstülpen, wird nicht auf eine nachhaltige Resonanz stoßen oder sogar Enttäuschung hervorrufen, auch wenn es in guter Absicht geschah. Denn es geht immer um Authentizität und Glaubwürdigkeit der Botschaften, die wir senden. Präsenz, Charisma und Kompetenz kann man sich erst einmal vielleicht noch über Photoshop und eine geschickte Mediendarstellung verleihen, aber spätestens bei der persönlichen Begegnung wird sofort spürbar, ob der Mensch mit seinem Angebot wirklich verbunden ist. Aber das allerwichtigste Argument für Authentizität ist, dass es kaum etwas Schöneres gibt, als das echte, eigene Potenzial zu leben.

Supertoll zu sein, ein attraktives Produkt und großartige Ideen alleine reichen nicht aus. Wie und wo machst du neue Angebote sichtbar? Verändere die Frage ruhig, so wie sie für dich passt: Vielleicht hast du dir ja schon so einen Namen gemacht, dass du automatisch genug Aufmerksamkeit hast – oder du arbeitest daran, dich als Experte/Expertin zu etablieren, und verfolgst mit deinem Marketing einen anderen Kurs, als einzelne neue Produkte zu bewerben.

Marketing ist kein einfaches Thema, denn gerade wenn wir beginnen, haben wir ja oft kein wirkliches Budget. Auch daher ist die gesamte Palette des Social Media ein sehr hilfreiches Medium. Und besonders hier greifen auch die Gesetzmäßigkeiten der oben beschriebenen Authentizität und der guten Absicht, die wir verfolgen. Wenn unsere Angebote einen erkennbaren Sinn bedienen, werden diese auch gerne weiter verbreitet.

Ansonsten rede ich sehr gerne bei jeder Gelegenheit mit fremden Menschen und verteile bei Interesse meine Karte. Dies fällt mir leicht, weil ich Geschichten von Menschen liebe. Oft stricken sich hieraus die spannensten Begegnungen und Kontakte.

Der dritte und auch sehr wichtige Aspekt ist die Vernetzung und Kooperation in meinem Feld oder meiner Branche. Statt uns über Konkurrenzdenken zu isolieren, können wir uns gegenseitig stärken und sichtbarer machen.

Welche Bedeutung hat das Schreiben für Dein Business?

Schreiben ist für mich Selbstreflektion, Vertiefung und Dienst an den Geschichten, die aus meiner Sicht erzählt werden müssen. Dies ist eher ein Prozess von Seele zur Tastatur, als eine analytische ausgerichtete Tätigkeit. Daher bin ich auch nicht gut in der Auftragsschreiberei. Doch wenn mich eigene Themen oder andere Menschen tief berühren, dann fließt der Text durch mich hindurch und findet sich später (fast) wie von Zauberhand in meinem Rechner wieder. Dies sind dann für mich sehr befriedigende und glückliche Momente.

Gerade in den ersten Jahren der Selbstständigkeit macht man ja oft mal komische Dinge oder gerät in peinliche Momente: Mit welchem Schwank aus deiner Business-Jugend würdest du mich zum Lachen bringen?

Ich bin ja schon 20 Jahre selbstständig, da habe ich wohl schon einiges verdrängt. Aber umso mehr ich mich beruflich echt und persönlich zeige, umso komischer wird’s oft. Denn als Mensch bin ich ja keine konsistente Marke, die einem Corporate Design gehorcht und immer gleich ist. Ich habe Hormone, Rücken, Lampenfieber und andere unpassende Maleschen. Doch heute stehe ich viel mehr zu meinen Fehlern und Schwächen, auch wenn es manchmal immer noch schwer fällt. Denn der ursprünglich gelernte Reflex ist mich unangreifbar zu halten und mich in Perfektion zu präsentieren. Aber wie erleichternd ist es für alle, wenn wir auch im beruflichen Kontext immer mehr Mensch sein dürfen und uns gegenseitig unperfekt perfekt finden, ohne dass der Anspruch an die Sache leidet.

Bei uns Selbstständigen geht es ja manchmal turbulent zu – mal rauf, mal runter. Welche innere Überzeugung, Eigenschaft oder Fähigkeit hilft dir, Krisen durchzustehen?

Was mir immer hilft: Atmen, ganz tief atmen.

Gibt es irgendeine Devise, die du als Kind schon verinnerlicht hast, die dir heute in der Selbstständigkeit gute Dienste erweist? – Was deine Oma immer gesagt hat oder was mit deinem Taschengeld zu tun hatte …, oft lernen wir ja früh unsere „Lektionen“ und manche bewähren sich später noch!

Mein Opa Heinz hatte einige paradoxe Redewendungen, die ich als Kind überhaupt nicht entschlüsseln konnte. Fast wie Zen-Koans für Kinder. Ich sollte beim Schlafen nicht vergessen beide Augen zuzumachen und Buxtehude wäre da, wo die Hunde mit dem Schwanz bellen.
Ich habe damals nicht verstanden, was er mir damit sagen wollte, aber mir angewöhnt, den Dingen auf den Grund zu gehen. Die entscheidenden Erkenntnisse auf meinem Berufs- und Lebensweg habe ich nicht über Unis, Bücher oder Experten herausgefunden, sondern über das eigene ergründen, erforschen und im echten Leben ausprobieren. Mein Opa würde jetzt wohl sagen: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“.

Die Marke hörbar machen. Wenn dein Lieblingsmusiker deiner Marke einen Song widmen würde? Was würden wir dann hören? Heavy Metal, Popsong oder Schlager? Und welche Zeile darf auf keinen Fall im Song fehlen?

Also mein Markenbotschafter ist ein klischeebeladener wunderbarer Singer-Songwriter irgendwo am Meer mit Surfbrett und Ukulele dabei. Der Soundtrack kommt aber direkt vom rostig klingenden Udo Lindenberg aus dem Hotel Kempinski:
„Und Ich mach mein Ding,
egal was die anderen sagen
Ich geh meinen Weg,
ob gerade ob schräg, das ist egal
ich mach mein Ding.“ Udo Lindenberg

Hihi, jetzt habe ich einen lustigen Ohrwurm. – Herzlichen Dank für deine Antworten, liebe Nicole. Vielleicht sehen wir uns ja bei deiner Talkshow in Bremen.

 

#LieblingsMarke

#LieblingsMarke

#LieblingsMarke ist die neue Interviewreihe von Schreibcoach Ulrike Zecher.
„Du bist meine #‎LieblingsMarkeDu bereicherst mein Leben. Macht’s es bunter, lustiger, vielfältiger. Ich lerne neue Dinge von dir, die du gerne im Netz teilst.
Du zeigst mir den Menschen hinter deiner Website und den Social-Media-Kanälen. Manchmal bringst du mich zum Staunen, zum Weinen oder zum Lachen. Und wenn du mich mal ärgerst, verzeihe ich dir das sehr schnell …
Ich möchte dich nicht mehr missen. Meine Leser möchten dich unbedingt kennenlernen. Ich freue mich auf deine Antworten in meinem Blog.“

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Erst deine Persönlichkeit macht dein Business einzigartig. Ich begleite Einzelunternehmer durch den gesamen Prozeß auf ihren Weg zur #Lieblingsmarke. Von der Markenberatung, über Schreib-Coaching bis hin zur fertigen Webseite bekommst du alles aus einer Hand.

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