Meine #LieblingsMarke Heidi Leisner

An Heidi schätze ich ihre Ausdauer und Hartnäckigkeit; die macht einfach. Heidi habe ich am Anfang ihrer Selbstständigkeit textliche und konzeptionelle Starthilfe für ihre Website gegeben. Wir haben das ganze Projekt nicht in fünf Wochen, sondern intensiv in fünf Tagen per E-Mail-Coaching durchgezogen.
Was mir aber gar nicht so klar war; Heidi war erst ein Tag vorher von ihrer vierwöchigen Trekking-Tour durch Nepal zurück und fing trotz Jet-Lag am nächsten Tag an, mit mir zu arbeiten. Ich erfuhr quasi zwischen Zeilen davon …

Als Mutter einer erwachsenen Tochter bewundere ich, wie Sie den Spagat als alleinerziehende Mutter von vier Kindern und erfolgreicher Controllerin in einem großen Konzern gemeistert hat. Puh! Respekt!

Dein Business als Schlagzeile auf der ersten Seite … was stünde da?

Mach es anders!

In meiner frühesten Kindheit war der beste Weg immer der durch die Wand. Das Leben hat mich aber relativ schnell gelehrt, dass man sich auf diesem Weg auch mal eine blutige Nase holt. Das tut weh. Also habe ich gelernt, dass jede Entscheidung Konsequenzen fordert und damit nicht nur einen Plan A, sondern vielleicht auch einen Plan B oder C habe.

Bewegung ist meine Motivation und es macht mir Spaß Dinge zu hinterfragen, mich auf die Fährte zu setzen oder mich auch mal intuitiv leiten zu lassen.

Ich mag keine Eintönigkeit, keine Langeweile und kein Nix-tun.

„Ich mache mein Ding“, sagen viele Selbstständige. Was heißt das denn für dich? – Und weil wir gerade dabei sind: Erzähl uns doch auch gleich, wie du „Erfolg“ definierst.

Erfolgt heißt für mich: Spaß zu haben und gleichzeitig die Freiheit selbst zu gestalten.

Spaß in der Selbständigkeit bedeutet für mich das zu tun, worin meine Leidenschaft steckt und damit auch gleichzeitig genug Kunden für mein Business begeistern zu können. Der Gewinn erfolgt an dem Punkt, an dem der Kunde erfolgreiches Feedback gibt und ich merke, dass Veränderung im oder nach dem Coaching eingetreten ist. Dann hüpft mein Herz vor Freude und ich fühle innere Zufriedenheit.

Freiheit bedeutet für mich Selbstgestaltung meines Lebens und hat einen ganz hohen Stellenwert in meinem Dasein. Natürlich stecken wir alle in Pflichten und Routinen. Da kommen wir nicht drum herum und nicht’s ist nur eitel Sonnenschein. Die Balance macht’s.

Um das etwas aufzubrechen springe ich vielleicht noch mal in die Vergangenheit.

Zum Leidwesen meiner Eltern war ich meiner frühestens Kindheit ein Rebell, ein „Cowboy“. Ich hasste Kleider, Strumpfhosen und Barbie. Meine Freunde waren Winnetou und Old Shatterhand und ich war nur mit Jungs befreundet. Fremdbestimmung war und ist mir schon immer ein Greul.
Heute lache ich herzlich über diese alten Geschichten.

Die Freiheit Entscheidungen treffen zu können, die letztendlich stimmig sind mit meinem Herz, meinem Bauch und meinen Verstand, das ist ein besonderes Glücksgefühl.

Für mich bist du ganz klar eine Marke. Siehst du dich/dein Business selbst so? – Was braucht es deiner Meinung nach, um zu einer Marke zu werden, die Kunden begeistert?

Diese Frage bringt mich zum Schmunzeln. Ich selbst sehe mich gar nicht so als Marke, denn ich tue das, was sich für mich als stimmig anfühlt. Wenn aber andere Menschen oder ein Kunde über mich spricht dann höre ich: „Jaaa, die Heidi, die kenne ich.. ☺

Um Kunden zu begeistern brauch es einen „Erkennungswert“. Es braucht deine Eigenheiten, deine besonderen Fähigkeiten aber auch deine Ecken und Kanten. Alles was Dich und Dein Business auszumachen. Und – es braucht Vertrauen. Dies ist besonders im Coaching sehr wichtig, da es sich meist um eine 1:1 Beziehung handelt. Deshalb ist die passende „Chemie“ umso mehr bedeutend für das Gelingen von Veränderung.

Ich denke, es sind zwei Faktoren, warum Menschen zu mir in’s Coaching kommen:

  1. Der erste Faktor ist der rote Faden. Der rote Faden ist das A und das O. In allem was ich tue, mache ich mich auf die Fährte. Und das so lange, bis wir die Fußspuren gefunden haben. Diese Spurensuche beinhaltet Struktur und Logik aber auch ganz viel Intuition.
  2. Der zweite Faktor ist Bewegung. Zum einen coache ich Sportler, Trekker oder Wiedereinsteiger im Sport an sich, das den Faktor Bewegung ja schon impliziert.Aber auch in meinen Mental- und Business Coachings ist mein erster Ansatz Menschen „in’s Tun & in die Bewegung zu bringen“, aber in einer machbaren Art, die gute Gefühle macht. Denn bei aller Verstandesdenke und Logik brauchen wir positive Emotionen und nur dann kann nachhaltige Veränderung gelingen.

Supertoll zu sein, ein attraktives Produkt und großartige Ideen alleine reichen nicht aus. Wie und wo machst du neue Angebote sichtbar?

Einerseits geht vieles, gerade Empfehlung im Coaching, über Mundpropaganda. Andererseits teile ich sehr vieles über meine Facebook Seiten. Zu meinem neuesten Baby: „50+ Get fit für eine Reise nach Nepal“ bekomme ich tolle Unterstützung von dem Team von www.nepalwelt-trekking.com.

Auf Instagram findet man natürlich meine Nepalreisebilder und Bilder davon, wenn ich auf dem Rad’l oder auf dem Klettersteig unterwegs bin. Da höre ich von meinen virtuellen Freunden oder Kunden: „Oh, die Heidi – schon wieder unterwegs und wie machst du das alles, wie schafft du das?“ Dann fühle ich mich fast schon oft im Zwiespalt & Erklärungsnot. Denn ich kann es nicht erklären, ich mache es einfach.

Auf Twitter habe ich ebenfalls einen Account. Doch die Beziehung zwischen Twitter und mir ist etwas unterkühlt. Vielleicht ändert sich das ja noch. 😉

Zusätzlich findest Du mich auf Xing und LinkedIn. Hier geht es eher um Sichtbarkeit und um Businesskontakte aufzubauen und zu halten für mein zweites Standband Betriebliches Gesundheitsmanagement (Unternehmenswert Gesundheit).

ES wird ja immer empfohlen, dass man so schreibt, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Wie siehst du das?

Ha, ha.. als waschechter Frangge (Übersetzung: Franke), kann ich meine Wurzeln gar nicht verbergen. Du weißt doch, die Franken sind von Haus aus effizient, denn sie haben ein verkürztes Alphabet, denn die Franken kennen kein K, kein P und kein T. Aus meiner Sicht machen uns unsere Dialekte doch einzigartig und sympathisch.

Aber ich kenne dieses Thema nur zu gut, denn auch bei mir gab es Zeiten, insbesondere ganz am Anfang meines Business, wo ich versuchte mit dem Strom zu schwimmen um „konform“ zu sein. Im Schreiben war ich nicht geübt und das hat mich sehr verunsichert. In Mathe war ich gut und als Controller war ich auch schon immer ein Excel-Freak. Aber Texte schreiben? Nä – nicht gut!

Doch habe ich schnell gemerkt, das Konformität langweilig ist und Langeweile bringt noch mehr Langeweile – und das passt so gar nicht zu mir. Deshalb habe ich eh nur die Chance, ich selbst zu sein. Dazu gehört natürlich auch mein ganz persönlicher Stil – verbiegen bringt da nichts.

Gerade in den ersten Jahren der Selbstständigkeit macht man ja oft mal komische Dinge oder gerät in peinliche Momente: Mit welchem Schwank aus deiner Business-Jugend würdest du mich zum Lachen bringen?

Hirn-Heidi-LeisnerEin wirklicher Schwank aus meiner Business-Jugend?

Da fällt mir spontan, meine ersten Schritte in Richtung Zeichnen ein.

Mein erstes Hirn-Manschgerl.

Ich glaube, der Gute fühlt sich grad nicht so gut. ☺

 

Bei uns Selbstständigen geht es ja manchmal turbulent zu – mal rauf, mal runter. Welche innere Überzeugung, Eigenschaft oder Fähigkeit hilft dir, Krisen durchzustehen?

Ausdauer! Das ist eine ausgeprägte Fähigkeit und die Eigenschaft niemals aufzugeben. Das ist mein Weg, Krisen durchzustehen und Klippen des schäumenden Meeres zu umschiffen. Es gibt immer einen Weg – wenn er nicht sichtbar ist, dann wird er gesucht.

Ich war alleinerziehende Mutter von nun vier erwachsenen Kindern und gleichzeitig berufstätig als Management Controller im Konzern. Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, war nicht immer einfach – aber es war möglich. Mit Organisation und Ausdauer.

Ausdauer benötige ich auch beim Marathon. Ich bin seit 2002 viele große deutsche Stadtmarathons gelaufen und über die Alpen gewandert. Anschließend habe ich etwas Neues probiert und die Alpen gleich zweimal mit dem Rad überquert. Der Schmerz geht, der Stolz bleibt.

Ausdauer ist wichtig, aber es sollte einem nie die Puste ausgehen. Wenn aus dem Marathon ein unendlicher Sprint wird, steige ich aus. Dann schnüre ich meine Bergstiefel und verschwinde in die Alpen oder du findest mich beim Trekking – um Hirn und Herz zu lüften. Ich liebe die Herausforderungen, aber nicht auf Kosten meiner Lebensfreude und Gesundheit.

Die Marke hörbar machen. Wenn dein Lieblingsmusiker deiner Marke einen Song widmen würde? Was würden wir dann hören? Heavy Metal, Popsong oder Schlager? Und welche Zeile darf auf keinen Fall im Song fehlen?

Ich bewege mich für mein Leben gern. Dort kann ich mich auch am schnellsten entschleunigen. Die Natürlichkeit der Bewegung, Konzentration und die Ruhe in der Natur wirken auf mich meditativ – Bewegung ist mobile Meditation. Insbesondere im anspruchsvollen Gelände, etwa wenn ich einen Berg erklimme oder und mich ganz auf meine Atmung oder den nächsten Schritt konzentriere. In diesen Momenten höre ich oft diesen Ohrwurm „Schifoan“ von Wolfgang Ambros in meinem Ohr und ich singe einfach mit, manchmal auch ganz laut:

 

Am Freitag auf’d Nacht montier I de Schi
auf mei Auto und dann begib I mi
in’s Stubaital oder nach Zell am See,
weil durt auf de Berg‘ ob’n ham’s immer an leiwanden Schnee.

Refrain.: I will nur Schi foan foan foan foan Schi foan, oh, oh, oh, oh Schi foan, weil Schifoan is des leiwandste was ma si nur vurstelln kann

In der Fruah bin I der erste der wos auffefoat
Damiat I net so long aufs auffefoarn woart
Drob’n auf der Hütt’n kauf I ma an Jägertee,
weil so a Tee macht an Schnee erst so richtig schee…

Herzlichen Dank für deine Antworten, liebe Heidi.

#LieblingsMarke

#LieblingsMarke

#LieblingsMarke ist die neue Interviewreihe von Schreibcoach Ulrike Zecher.
„Du bist meine #‎LieblingsMarkeDu bereicherst mein Leben. Macht’s es bunter, lustiger, vielfältiger. Ich lerne neue Dinge von dir, die du gerne im Netz teilst.
Du zeigst mir den Menschen hinter deiner Website und den Social-Media-Kanälen. Manchmal bringst du mich zum Staunen, zum Weinen oder zum Lachen. Und wenn du mich mal ärgerst, verzeihe ich dir das sehr schnell …
Ich möchte dich nicht mehr missen. Meine Leser möchten dich unbedingt kennenlernen. Ich freue mich auf deine Antworten in meinem Blog.“

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Erst deine Persönlichkeit macht dein Business einzigartig. Ich begleite Einzelunternehmer durch den gesamen Prozeß auf ihren Weg zur #Lieblingsmarke. Von der Markenberatung, über Schreib-Coaching bis hin zur fertigen Webseite bekommst du alles aus einer Hand.

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