Meine #LieblingsMarke Bettina Stackelberg

Am Meer. Windstärke sieben. Kräftiger Westwind. Starker Rückenwind pusht mich nach vorne. Mit meinem roten klapprigen Fahrrad sause ich glücklich über den Deich.“
Selbstbewusstsein ist der emotionale Rückenwind, den wir täglich brauchen, um nicht auf der Stelle zu treten, sondern mutig ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Meine LieblingsMarke Bettina macht als Trainerin, Coach, Speaker und Buchautorin Lust, auf das, was möglich ist, wenn wir nur wollen.

Dein Business als Schlagzeile auf der ersten Seite … was stünde da?

Bettina Stackelberg, die Frau fürs Selbstbewusstsein® unterstützt Menschen dabei, selbstbewusster zu werden.

„Ich mache mein Ding“, sagen viele Selbstständige. Was heißt das denn für dich? – Und weil wir gerade dabei sind: Erzähl uns doch auch gleich, wie du „Erfolg“ definierst.

Ich bin sehr dankbar dafür, wählen zu dürfen, was ich mache. Als Trainerin, Coach, Speaker und Buchautorin habe ich einen weiten Raum an Möglichkeiten und darf Aufträge wählen, die mir besonders entsprechen: Bei denen ich mit viel Freude das machen darf, was ich am besten kann, bei denen ich selbst inspiriert werde und dazulerne, neue Menschen und Perspektiven kennenlerne und meinen Werten gemäß arbeite.

Erfolg hatte ich an einem Tag, nach dem ich extrem gut gelaunt, erfüllt und wohlig erschöpft heim komme, mit einem Glas Wein auf der Terrasse sitze und lächeln muss, wenn ich an die Begegnungen und Fortschritte des Tages nachdenke. Ich bin dankbar, berührt worden zu sein vom tollen Feedback der Seminarteilnehmer, vom langen Applaus der Zuhörer beim Vortrag oder vom Dank des Coachingklienten. Und ich freu mich enorm, mit dieser Arbeit, die meine Berufung ist – also meine ureigene Aufgabe hier in diesem Leben – auch noch gutes Geld verdienen zu dürfen. ☺

Das ist Erfolg für mich.

Für mich bist du ganz klar eine Marke. Siehst du dich/dein Business selbst so? – Was braucht es deiner Meinung nach, um zu einer Marke zu werden, die Kunden begeistert?

Da meine Bezeichnung ja sogar seit langem als Marke eingetragen ist – Bettina Stackelberg, die Frau fürs Selbstbewusstsein® – sehe ich mich ganz klar als Marke.

Mir gefällt besonders gut die Markendefinition von Maren Martschenko, siehe LieblingsMarke Nr.2.

Um eine (gute!) Marke zu werden, braucht es zuerst mal viel Selbstreflexion, also ein klares Selbstbild und außerdem ein valides Fremdbild: Was also denke ich über mich und wie denken andere über mich? Ehrlich sollte ich auch unbedingt zu mir sein: Nicht was ich sein möchte, was ich cool fände als Markeneigenschaften, sondern was ich wirklich bin, repräsentiere und wie ich agiere – DAS ist meine Marke.

Und ich sollte den Mut haben, zu polarisieren. Eine gute Marke ist sehr klar konturiert und somit auch abgegrenzt. Eine gute Marke ist nicht everybodys darling! Apple, BMW, McDonalds’s – alles gelungene Marken, die man liebt oder hasst, die kaum jemand „ganz nett und ok“ findet. Wenn ich einen eindeutigen Markenkern habe, dann ziehe ich die Menschen an, die haargenau zu mir passen und die meine Arbeit weiterbringt, begeistert und unterstützt. Und ich schrecke diejenigen ab, die mit mir eh nix anfangen könnten. Prima!

Ich bin eine one-woman-show und kann somit eh nicht alle bedienen – also sorge ich mit eine gelungenen Marke dafür, dass ich die richtigen anspreche.

Supertoll zu sein, ein attraktives Produkt und großartige Ideen alleine reichen nicht aus. Wie und wo machst du neue Angebote sichtbar? 

Ich bin eine leidenschaftliche Netzwerkerin und das hilft sehr beim sichtbar-machen. Online Kanäle sind bei mir meine Webseite, mein Blog, Twitter und XING. Auch wenn inzwischen sehr viele meckern über XING, ich hab Erfolg damit. Besonders effektiv ist die akribische, manchmal langwierige Suche nach direkten Ansprechpartnern (in meinem Fall Veranstalter von Events für Vorträge und Personalentwickler von Unternehmen für Seminare) und eine direkte Ansprache, gepaart mit Humor, Charme und konkreten Unterstützungsangeboten.

Auf Twitter hab ich einen guten Ruf und daher werden konkrete neue Produkte/Bücher/Angebote von mir fleißig retweetet. Guter Ruf bedeutet konkret, dass ich allerhöchstens 1/3 zur Eigen-PR twittere, das andere ist allgemein interessanter Content und Persönliches.

ES wird ja immer empfohlen, dass man so schreibt, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Wie siehst du das?

Bei meinem ersten Telefonat mit dem Verlag, der dann 5 Bücher von mir herausgegeben hat, fragte mich der Produktmanager, ob ich denn auch „endverbrauchergerecht“ schreiben könne. Also nicht gestelzt, nicht wissenschaftlich, sondern für den Leser und die Leserin von Ratgebern.
Es stellte sich schnell heraus: Anders kann ich gar nicht. Nicht umsonst sind meine Bücher Ratgeber und keine Sach-/Fachbücher. Ich schreibe so, wie ich rede. Und das macht authentisch und erzeugt Nähe. Auch meine Blogartikel sind so geschrieben – hier lege ich ganz bewusst Wert auf das „Sie“: Da gehe ich von mir aus, ich mag es nicht (außer bei Twitter, da gehört es dazu) von vornherein geduzt zu werden.
Ich spreche auch auf meiner Webseite den Leser/die Leserin direkt an – locker, ohne zu flapsig oder burschikos zu werden.

Gerade in den ersten Jahren der Selbstständigkeit macht man ja oft mal komische Dinge oder gerät in peinliche Momente: Mit welchem Schwank aus deiner Business-Jugend würdest du mich zum Lachen bringen?

Oh ja, da gibt’s was. Einer meiner allerersten Vorträge, die LMU in München, Audimax, in den ersten Reihen viele Professoren und andere wichtige Herrschaften. Damals – Anfang der 90er Jahre – gab es nur Folien und Overhead Projektoren.

Stellt Euch einen sehr heißen Sommertag vor – ich schwitzte eh schon vor Hitze und vor Aufregung. Ich gehe vor mit einem – natürlich unnummerierten! – großen Stapel Folien, legte sie vor mir aufs Rednerpult. Ich setzte an zur Begrüßung „Guten Abend, meine Damen und Herren“, machte dazu eine ausladende Handbewegung und Wusch!! …….wischte ich mit einem Streich alle, also wirklich ALLE Folien vom Pult auf den Boden.

Da lagen nun also ca. 30 Folien wild durcheinander den wichtigen Herren zu Füßen.

Meine erste Alternative: Auf der Stelle tot umfallen und im Boden versinken. Klappte leider ums Verrecken nicht. Dann trat ich die Flucht nach vorne an, setzte mein charmantestes Lächeln auf und flötete die Honoratioren an: „Meine Herren, wie ungeschickt. Wenn Sie mir mal eben schnell helfen könnten, das wäre zauberhaft von Ihnen?“

2 Minuten später krochen viele 50-60-jährige Anzugträger auf allen Vieren herum und sammelten emsig und ehrgeizig alle Folien wieder ein.

Noch viele Jahre später stellte mich einer der Herren seinem Kollegen auf einem Kongress vor mit den Worten: „Ich weiß leider nicht mehr den Namen dieser reizenden Dame, aber ich bin schon mal auf allen Vieren vor ihr herumgekrochen und das vergisst man nicht so schnell!“ ☺

Meine Lehre draus: Sei bloß nicht perfekt, dann bleibst Du länger und besser im Gedächtnis!

Bei uns Selbstständigen geht es ja manchmal turbulent zu – mal rauf, mal runter. Welche innere Überzeugung, Eigenschaft oder Fähigkeit hilft dir, Krisen durchzustehen?

Zwei Dinge helfen mir:

Ich sehe es als großes Geschenk an, dass ich seit Beginn meiner Selbstständigkeit – das ist jetzt 25 Jahre her! – in meinem Traumberuf arbeite. So habe ich noch nie gehadert, ob ich denn das richtige tue. Allenfalls strengt mich die Selbstständigkeit als solche manchmal an, wenn mal wieder größere Aufträge platzen und ich gerne zum nächsten Ersten mein Geld auf dem Konto hätte.

Aus dieser Überzeugung, dass ich meine Berufung lebe und nix anderes machen möchte, schöpfe ich in schweren Zeiten viel Kraft und Entschlossenheit. Es gibt keine Alternative. Also: Hinfallen, Krönchen richten, aufstehen und weitermachen!

Außerdem schöpfe ich viel Kraft aus Rückzug, Spiritualität und Stille. Entweder ich meditiere in Krisenzeiten regelmäßiger mit der ganz bewussten Ausrichtung zum „abgeben, vertrauen und mich anvertrauen“. Oder ich ziehe mich bewusst zurück, stecke das Telefon aus und bleibe offline – um wieder „zu mir“ zu kommen, meine Mitte wiederzufinden. Dann werde ich ruhiger, erhole mich und Ängste legen sich. Danach fällt es mir dann leichter, entweder andere um Unterstützung zu bitten oder selbst auf gute Ideen zu kommen, die mich aus der Krise rausbringen können.

Ach ja: Und die Tatsache, dass ich keine 20 mehr bin, hilft auch ungemein! ☺ Ich bin einfach deutlich gelassener heute, weil ich mich schon an viele Krisen erinnern kann und weiß, dass ich sie bislang immer gemeistert habe. Vorteil des Alters!

Die Marke hörbar machen. Wenn dein Lieblingsmusiker deiner Marke einen Song widmen würde? Was würden wir dann hören? Heavy Metal, Popsong oder Schlager? Und welche Zeile darf auf keinen Fall im Song fehlen?

Oh welch wunderbare Frage – und zugleich so schwer. Wie soll ich mich da entscheiden? Beim ersten Lesen dachte ich spontan: Gar keine Musik. Stille. Absolute Stille. Zum genauen hinspüren, ausatmen, Kraft und Mut schöpfen, um dem Leben zu begegnen.

Bei Bettina als Coach wäre Stille oder höchstens ganz leises Meeresrauschen im Hintergrund. Damit die Gedanken ungestört wandern können, damit die Seele ruhig wird und sich in Sicherheit fühlt. Damit der Mensch zu sich kommt.

Im Training würde ein guter Mix passen: Stille, leise Klaviermusik für die Phasen der EInzelarbeit, leidenschaftliche Salsamusik für die Gruppenarbeiten und vielleicht fürs Plenum dann noch moderne Bayernmusik wie Voxx Club (bei einem herrlichen Flashmob in München), Werner Schmidbauer oder die noch völlig unbekannten DAS KUBINAT.

Wenn ich auf der Bühne steh bei Vorträgen, kommt mir gleich eines meiner Lieblingsvideos in den Sinn mit tiefer Seelenmusik und atemberaubend schönen Frauen, wahren Diven: Leider gibt’s das nur noch mit Musik und einem Standbild der Frauen, die dort singen – eine schöner als die andere: „Como é grande meu amor por você“ hier zu sehen:

„Hey da müsste Musik sein … und mit uns Trompeten, Geigen und Chöre, dann Paukenschläge und Trommelwirbel und ein leises Klavier!“ einer meiner absoluten Favouriten im Augenblick von Wincent Weiss – die neuen jungen Deutschen mag ich eh sehr:

Herzlichen Dank für deine Antworten, liebe Bettina.

 

#LieblingsMarke

#LieblingsMarke

#LieblingsMarke ist die neue Interviewreihe von Schreibcoach Ulrike Zecher.
„Du bist meine #‎LieblingsMarkeDu bereicherst mein Leben. Macht’s es bunter, lustiger, vielfältiger. Ich lerne neue Dinge von dir, die du gerne im Netz teilst.
Du zeigst mir den Menschen hinter deiner Website und den Social-Media-Kanälen. Manchmal bringst du mich zum Staunen, zum Weinen oder zum Lachen. Und wenn du mich mal ärgerst, verzeihe ich dir das sehr schnell …
Ich möchte dich nicht mehr missen. Meine Leser möchten dich unbedingt kennenlernen. Ich freue mich auf deine Antworten in meinem Blog.“

The following two tabs change content below.
Erst deine Persönlichkeit macht dein Business einzigartig. Ich begleite Einzelunternehmer durch den gesamen Prozeß auf ihren Weg zur #Lieblingsmarke. Von der Markenberatung, über Schreib-Coaching bis hin zur fertigen Webseite bekommst du alles aus einer Hand.

Pin It on Pinterest

Share This

Bitte weitersagen!

Teile es mit Deinen Freunden!