#LieblingsMarke Nathalie BrombergerMeine #LieblingsMarke Nathalie Bromberger

Meine #LieblingsMarke Nathalie Bromberger inspiriert mich mit ihren Büchern, Blogartikeln, Comics und Mensch-Sein, meinen Weg als kreative Unternehmerin täglich zu gehen.

Dafür liebe ich sie sehr!

Dein Business als Schlagzeile auf der ersten Seite … was stünde da?

Nathalie macht Comics mit Herz und Spaß.

„Ich mache mein Ding“, sagen viele Selbstständige. Was heißt das denn für dich? – Und weil wir gerade dabei sind: Erzähl uns doch auch gleich, wie du „Erfolg“ definierst.

„Mein Ding“ hat viele Seiten und die größte Schwierigkeit in meiner beruflichen Laufbahn war, genau das zu akzeptieren: Dass ich vielseitig bin und auch vielseitig arbeiten will. Inzwischen habe ich meine Mischung gefunden und arbeite etwa die Hälfte der Zeit an eigenen Projekten, die andere Hälfte für Kunden. Wobei die Liste der Bücher und Produkte, die ich noch machen will, immer weiter wächst, statt kleiner zu werden, die Ideen werden mir wohl nie ausgehen.

Für Kunden zu arbeiten, ist mir aber auch sehr wichtig, denn das bringt mich dazu, mich Themen zu widmen und zeichnerische Wege zu begehen, auf die ich von selbst nicht käme. Ein Umschlag in Goldfarbe zum Beispiel oder gerade habe ich Zeichnungen für eine Familienberatungsstelle gemacht, bei denen es um psychisch kranke Eltern ging. Ich spüre schon, wie dabei eine Geschichte in mir zu keimen begann, der ich bisher aus dem Weg gegangen bin. Die Arbeit für Kunden erfüllt auch noch ein anderes Bedürfnis: Zusammenarbeit.

Denn das ist das Einzige, was mir bei der Arbeit an eigenen Projekten fehlt, sie ist doch oft sehr einsam. „Erfolg“ definiere ich für mich inzwischen so: Ich bin erfolgreich, wenn ich meine Arbeit so gut und so ehrlich wie möglich mache. Keine Abkürzungen nehme, mich nicht vor schwierigen Themen drücke, keinen falschen Schein erwecke und anderen Menschen auf Augenhöhe begegne. Ich habe schon öfter die Rückmeldung bekommen, dass ich erfolgreicher wäre, wenn ich mit den „richtigen Leuten“ umginge. Aber ich suche mir Menschen lieber nicht nach strategischen Kriterien aus, sondern danach, welche Werte sie hantieren und ob sie mich inspirieren. Das wirklich Aufregende passiert doch am Rande des Mainstreams, wo Menschen sich trauen, Unbequemes und Unsicheres zu äußern, wo gesucht und experimentiert wird.

Für mich bist du ganz klar eine Marke. Siehst du dich/dein Business selbst so? – Was braucht es deiner Meinung nach, um zu einer Marke zu werden, die Kunden begeistert?

Ich habe ein ambivalentes Verhältnis zum Begriff „Marke“. Einerseits bedeutet er für mich, „markant zu sein“, sich zu zeigen. Und das finde ich etwas Schönes. Ich glaube, wenn alle Menschen sich so zeigen, wie sie wirklich sind, und das tun, was sie wirklich begeistert, dann wird die Welt nicht nur bunter, sondern erreichen wir auch viel mehr. Oder vor allem: mehr Gutes. Sich so offen zeigen, ist aber ganz schön spannend, wir sind ja (fast) alle dazu erzogen worden, uns anzupassen und unsere Eigenheiten lieber zu verbergen.

Was mir am Begriff „Marke“ nicht gefällt ist, dass er meist in Unterschieden denkt. „Was Produkt A von den Produkten der Konkurrenz unterscheidet“. Wenn wir uns selbst in diesem Sinne als Marken betrachten, laufen wir Gefahr, nur nach dem zu suchen, was uns von anderen unterscheidet. Während meine Erfahrung ist, dass es viel wichtiger ist, nach Gemeinsamkeiten zu suchen. Gemeinsame Begeisterung, gemeinsame Werte, gemeinsame Ziele. Darüber habe ich bisher die schönsten Zusammenarbeiten gefunden. Außerdem glaube ich, dass wir als Menschheit sehr viel mehr erreichen, wenn wir den Konkurrenzgedanken hinter uns lassen.

Supertoll zu sein, ein attraktives Produkt und großartige Ideen alleine reichen nicht aus. Wie und wo machst du neue Angebote sichtbar?

Ich blogge und bin auf facebook – beides unregelmäßig und nur, wenn ich Lust habe. Ich habe einmal eine facebook Anzeige aufgegeben, aber das hat sich nicht gut angefühlt. Am liebsten netzwerke ich zur Zeit live, treffe mich mit Leuten, die spannende Projekte machen, tausche mich mit Kolleginnen aus, bin im texttreff und ganz frisch auch bei den Bücherfrauen.

Welchen Stellenwert hat das Schreiben für dich als Comic-Zeichnerin? Als Verlegerin?

Für mich sind Wort und Bild beim Comic ungefähr gleich wichtig. Ich habe in meinem Leben viel Zeit damit verbracht, zu versuchen, mich zwischen Schreiben und Zeichnen zu entscheiden. Bis ich endlich begriffen habe, dass das unmöglich ist: Dass ich in Worten und Bildern denke und beides brauche. Beim Comic sind die Bilder ja keine Illustrationen, sondern drücken einen Teil des Inhalts aus, stehen in einem intensiven Wechselspiel mit dem Text, können die Worte unterstreichen oder ihnen widersprechen, ihnen Gefühle hinzufügen oder gerade einem gefühlvollen Text eine sachliche Basis geben. Das fasziniert mich besonders am Comic – wie ein Wort und ein paar Sriche zusammen eine Geschichte erzählen können. Zusätzlich arbeite ich bei vielen Projekten auch noch mit haptischen Elementen, also Dingen zum Anfassen, wie Bastelbögen. Das ist mir sehr wichtig – ein Wort, das man in der Hand hält, sagt oft wieder etwas ganz anderes als ein Wort, das auf Papier gedruckt ist oder das in einer Sprechblase steht. Diese Unterschiede und Nuancen faszinieren mich sehr. Als Verlegerin möchte ich mich u. a. auch auf Comics und Geschichten „zum Anfassen“ spezialisieren.

Gibt es irgendeine Devise, die du als Kind schon verinnerlicht hast, die dir heute in der Selbstständigkeit gute Dienste erweist? – Was deine Oma immer gesagt hat oder was mit deinem Taschengeld zu tun hatte …, oft lernen wir ja früh unsere „Lektionen“ und manche bewähren sich später noch!

Ich bin ein Kind von 68ern und in einer Umgebung aufgewachsen, in der alles möglich war. „Unter dem Pflaster liegt der Strand“ riefen die Erwachsenen und ich hab das ziemlich wörtlich genommen, lebe seitdem in dem Bewusstsein, dass man nur ein Loch in den Asphalt bohren muss und schon kann man im Sand wühlen. Auch wenn ich oft an meinen Fähigkeiten zweifle, glaube ich doch sehr fest an meine Visionen und lasse mir meine verrückten Ideen nicht schnell ausreden :-).

Bei uns Selbstständigen geht es ja manchmal turbulent zu – mal rauf, mal runter. Welche innere Überzeugung, Eigenschaft oder Fähigkeit hilft dir, Krisen durchzustehen?

Mir hilft schwarzer Humor in solchen Phasen. Und Comics zeichnen, in denen ich mich über mich selbst lustig mache :-).

Die Marke hörbar machen. Wenn dein Lieblingsmusiker deiner Marke einen Song widmen würde? Was würden wir dann hören? Heavy Metal, Popsong oder Schlager? Und welche Zeile darf auf keinen Fall im Song fehlen?

Ich würde den Song von Boris Kovac komponieren und spielen lassen und es wäre ein Stück mit viel Melancholie und Herzschmerz. Ich glaube, beide werden unterschätzt, sie gehören zu unseren wichtigsten Triebfedern. Danke für die schönen Fragen, liebe Ulrike, die mich wieder mal dazu gebracht haben, ein paar Gedanken aus dem Chaos in meinem Kopf in Worte zu fassen!

 

Markenbildung

#LieblingsMarke

#LieblingsMarke ist die neue Interviewreihe von Schreibcoach Ulrike Zecher. „Du bist meine #‎LieblingsMarkeDu bereicherst mein Leben. Macht’s es bunter, lustiger, vielfältiger. Ich lerne neue Dinge von dir, die du gerne im Netz teilst. Du zeigst mir den Menschen hinter deiner Website und den Social-Media-Kanälen. Manchmal bringst du mich zum Staunen, zum Weinen oder zum Lachen. Und wenn du mich mal ärgerst, verzeihe ich dir das sehr schnell … Ich möchte dich nicht mehr missen. Meine Leser möchten dich unbedingt kennenlernen. Ich freue mich auf deine Antworten in meinem Blog.“

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Erst deine Persönlichkeit macht dein Business einzigartig. Ich begleite Einzelunternehmer durch den gesamen Prozeß auf ihren Weg zur #Lieblingsmarke. Von der Markenberatung, über Schreib-Coaching bis hin zur fertigen Webseite bekommst du alles aus einer Hand.

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