Meine #LieblingsMarke Kerstin Hoffmann

Das Wort Expertin benutze ich recht sparsam; bei meiner #LieblingsMarke Dr. Kerstin Hoffmann passt es hundertprozentig: Wer sich mit digitaler Kommunikation beschäftigt und sie auch praktisch anwenden will, kommt an ihr und ihrem Blog PR-Doktor nicht vorbei.
Ich freue mich sehr über ihre persönlichen Antworten in meiner Kolumne und teile mit ihr die große Freude, ihr neues Buch anzukündigen, das am 15. Dezember 2016 erscheint.

Nebenbei bemerkt, wenn du unter diesem Artikel ein Kommentar hinterlässt, kannst du Kerstins Buch, das sich mit Markenbotschaftern und Personenmarken im Unternehmen befasst, gewinnen.

Die Fragen an meine #LieblingsMarke Kerstin Hoffmann:

Dein Business als Schlagzeile auf der ersten Seite … was stünde da?

„Frag’ Kerstin!“ 😉 – Tatsächlich bin ich sehr glücklich darüber, dass viele meiner oft langjährigen Auftraggeber mir so sehr vertrauen, dass ich ihre erste Ansprechpartnerin in allen Fragen der Kommunikation geworden bin.

„Ich mache mein Ding“, sagen viele Selbstständige. Was heißt das denn für dich? – Und weil wir gerade dabei sind: Erzähl uns doch auch gleich, wie du „Erfolg“ definierst.

Ich unterscheide nicht zwischen selbstständig oder angestellt, was die eigene Ausrichtung angeht. Das Leben ist so kurz – wenn ich nicht in jedem Moment sagen könnte, „dies ist genau das, was ich tun will“, würde ich sofort damit aufhören und etwas anders tun. Und, ja: Mit der richtigen Einstellung geht das auch bei Routine- oder Verwaltungsaufgaben.

Auch in Zeiten, in denen ich angestellt gearbeitet habe, hatte ich das große Glück, das tun zu können, was mir am meisten Spaß gemacht hat und was ich am besten konnte.

Allerdings habe ich ein paarmal in meinem Leben Gelegenheiten ergriffen oder Jobs angenommen, weil mir andere Menschen begeistert zugeredet hatten, was für eine große, einmalige Chance das sei. Man wird aber nicht glücklich, oder jedenfalls ich werde nicht glücklich mit und in den Träumen anderer Leute. Das war für mich ein Lernprozess, sensibel dafür zu werden und zu bleiben, wo mein eigenes Herz mich wirklich hinzieht.

Erfolg ist für mich schlicht die Übereinstimmung von Wunsch und erlebter Realität.

Für mich bist du ganz klar eine Marke. Siehst du dich/dein Business selbst so? – Was braucht es deiner Meinung nach, um zu einer Marke zu werden, die Kunden begeistert?

Vielen Dank, liebe Ulrike. „Du bist aber eine Marke!“ hieß in meiner Herkunftsfamilie, dass man etwas irgendwie Ungewöhnliches, Originelles, oft wohl auch Seltsames getan oder gesagt hatte, das nicht unbedingt den Erwartungen anderer entsprach. Das finde ich gut! Ich sehe so viele Frauen, die auch im fortgeschrittenen Alter immer noch versuchen, ein „liebes Mädchen“ zu sein. Ich finde es erleichternd, das nicht sein zu müssen. Man kann sehr liebevoll und rücksichtsvoll mit anderen umgehen, ohne dauernd irgendwelchen Erwartungen entsprechen zu wollen.

Eine Marke oder, wie in deinem und meinem Fall, eine Personenmarke ist aus meiner Sicht jemand, die sich der eigenen Stärken und des Fremdbildes bewusst ist und ihr Angebot zugleich auf den ganz konkreten Nutzen der Bezugsgruppen ausrichtet, die sie damit erreichen will. Jemand, die sich traut, Gesicht zu zeigen, eine Meinung zu haben und für bestimmte Werte steht.

Supertoll zu sein, ein attraktives Produkt und großartige Ideen alleine reichen nicht aus. Wie und wo machst du neue Angebote sichtbar? 

Ich finde die Vorstellung, supertoll sein zu müssen, ziemlich anstrengend. 😉 Mir reicht es, das, was ich tue, mit Spaß und Überzeugung zu tun und mich darin weiterzuentwickeln. Aber du hast natürlich recht: Selbst das beste Angebot nützt nichts, wenn niemand davon erfährt. Meine Vorgehensweise kann man eigentlich mit dem „Prinzip kostenlos“ am besten beschreiben: „Verschenke, was du weißt, um zu verkaufen, was du kannst“. Das ist nichts anderes als Content-Marketing. Funktionieren kann das nur, wenn man sich für andere interessiert, sich mit anderen verbindet und austauscht; wenn man den Fokus darauf legt, was anderen nützt und was zu einem größeren Ganzen beiträgt.

Mein Hauptkanal für das eigene Content-Marketing ist mein Blog „PR-Doktor“. Die mit Abstand wichtigste Plattform für den Austausch mit meinem Netzwerk ist Facebook.

Welchen Stellenwert hat das Schreiben für dein Business?

Ich verdiene seit mehr als 25 Jahren mein Geld (auch) mit Schreiben; zuerst als Journalistin, dann als Texterin in Werbung und PR. Auch später, als ich eine Kommunikationsabteilung geleitet habe, und heute in der Beratung, spielt das Schreiben eine große Rolle. Ich schreibe ein Blog, ich schreibe Bücher, es vergeht eigentlich kein Tag, an dem ich nicht irgendetwas in den Computer tippe, was gleich oder später veröffentlicht wird. Ich brauche das auch, die tägliche Übung; ich habe das Gefühl, dass sich meine Werkzeuge immer noch weiter schärfen, und dass nach allen diesen Jahren immer noch Luft nach oben ist.

… es wird ja immer empfohlen, dass man so schreibt, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Wie siehst du das?

Jeder, der nur schriftliche Formen beherrscht und zum ersten Mal eine Rede oder ein Video-Skript schreiben muss, weiß, wie schwierig es ist, Texte zu verfassen, die gesprochen gut funktionieren. Wenn man einfach hinschreibt, wie man reden würde, ohne die nicht-textlichen Signale, kommt es oft ganz anders an, als es gemeint ist.

Natürlich gibt es Formen des direkten Austauschs, in denen man Texte nicht durchkomponieren muss. Aber professionelles Schreiben ist ein Handwerk, und das muss man lernen und vor allem ständig üben; wie beispielsweise Klavierspielen. Es wird mit den Jahren leichter, aber man hört nie auf, daran zu arbeiten. Gerade solche Texte, die mit großer Leichtigkeit daherkommen, als hätte man sie mal so eben hingeworfen, sind häufig besonders intensiv erarbeitet.

Gerade in den ersten Jahren der Selbstständigkeit macht man ja oft mal komische Dinge oder gerät in peinliche Momente: Mit welchem Schwank aus deiner Business-Jugend würdest du mich zum Lachen bringen?

Als ganz junge Journalistin in einer Lokalredaktion bin ich einmal nach einem langen Arbeitstag sehr erschöpft und hungrig zu einer Veranstaltung gekommen, und es gab ein Büffet. Gerade als ich in der einen Hand ein riesiges Lachsbrötchen hielt, in der anderen, leicht fettigen Hand ein Glas Apfelsaft und den Mund so richtig voll hatte, kam der Oberbürgermeister auf mich zu und wollte mich freudig begrüßen. Ich konnte nur sowas wie „Mompf!“ sagen und hoffe bis heute, dass dabei nichts auf seiner Krawatte gelandet ist. Seither bin ich etwas umsichtiger geworden, was die Nahrungsaufnahme bei offiziellen Anlässen angeht.

Gibt es irgendeine Devise, die du als Kind schon verinnerlicht hast, die dir heute in der Selbstständigkeit gute Dienste erweist? – Was deine Oma immer gesagt hat oder was mit deinem Taschengeld zu tun hatte …, oft lernen wir ja früh unsere „Lektionen“ und manche bewähren sich später noch!

Meine Eltern haben mir immer das Gefühl gegeben, dass ich alles erreichen kann, was ich will, und dass sie mich dabei unterstützen. Daher bin ich mit wenigen einschränkenden Überzeugungen über mich selbst ins Berufsleben gestartet. Für dieses „Mindset“ bin ich sehr dankbar, zumal viele Frauen aus meiner Generation und auch noch deutlich jüngere von ihren Eltern irgendwie vermittelt bekommen haben, dass sie „ja nur ein Mädchen“ sind. Das hat für mich nie eine Rolle gespielt, und deswegen habe ich mein Umfeld später auch immer als sehr unterstützend erlebt. Wir erleben das, wovon wir überzeugt sind, und ich habe offenbar eine Menge hilfreiche Überzeugungen mitbekommen. Andere musste ich mir auch erst erarbeiten. Es hat halt jeder andere Baustellen …

Die Marke hörbar machen. Wenn dein Lieblingsmusiker deiner Marke einen Song widmen würde? Was würden wir dann hören? Heavy Metal, Popsong oder Schlager? Und welche Zeile darf auf keinen Fall im Song fehlen?

Achje, ich fürchte, ich habe gar keinen Lieblingsmusiker; oder vielmehr: ganz viele. Meine Playlist „Lieblingslieder“ auf Spotify ist so ein eigenartiges Gemisch aus Pop, Klassik und Rock, dass ich sie nur alleine beim Laufen oder auf einsamen Autofahrten hören kann. Meine persönliche Melodie wäre vielleicht ein Tango, aber ein fröhlicher, und ausnahmsweise mal ganz ohne Text.

Herzlichen Dank für deine Antworten, liebe Kerstin! 

Gerne. Danke DIR für die sehr interessanten Fragen!

Buch-Verlosung: So nimmst du teil

Du willst das neue Buch „Lotsen in der Informationsflut“ von Kerstin Hoffmann gewinnen? Das geht ganz einfach. Hinterlasse bitte unter dem Blogartikel einen Kommentar, warum du gerne ein Buch hättest. Insgesamt verlose ich zwei gedruckte Exemplare. Das Gewinnspiel endet am 21. Dezember 2016. Gelost wird per Zufall. Die beiden Gewinner/innen werden über ihre E-Mail-Adresse oder über den Nutzernamen benachrichtigt und hier in einem Kommentar sowie auf der betreffenden Plattform genannt. Die Bücher werden voraussichtlich Anfang Januar 2017 verschickt. Und zum Schluß noch das Kleingedruckte: Nur wenn du in der EU wohnst, darfst du an diesem Gewinnspiel teilnehmen.
Deine Daten werden nur für die Abwicklung des Gewinnspiels verwendet und dir stehen im Hinblick auf deine Daten Auskunfts-, Änderungs-, Löschungs- und Widerrufsrechte zu.

#LieblingsMarke ist Ulrikes neue Kolumne.
„Du bist meine #‎LieblingsMarkeDu bereicherst mein Leben. Macht’s es bunter, lustiger, vielfältiger. Ich lerne neue Dinge von dir, die du gerne im Netz teilst. Du zeigst mir den Menschen hinter deiner Website und den Social-Media-Kanälen. Manchmal bringst du mich zum Staunen, zum Weinen oder zum Lachen. Und wenn du mich mal ärgerst, verzeihe ich dir das sehr schnell … Ich möchte dich nicht mehr missen. Meine Leser möchten dich unbedingt kennenlernen. Ich freue mich auf deine Antworten in meinem Blog.“

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Erst deine Persönlichkeit macht dein Business einzigartig. Ich begleite Einzelunternehmer durch den gesamen Prozeß auf ihren Weg zur #Lieblingsmarke. Von der Markenberatung, über Schreib-Coaching bis hin zur fertigen Webseite bekommst du alles aus einer Hand.

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