Meine #LieblingsMarke Stephan Schwering

La la, Abba-Land, Stephan und ich sind nicht nur beide große Abba-Fans, sondern teilen auch die Vorliebe für Netzwerkveranstaltungen wie den #Twittwoch von Daniel Fiene. Oder ich besuche Stephan zum #Blogsofa an seinem Arbeitsplatz. Für mich ist Stephan der Markenbotschafter der Zentralbibliothek Düsseldorf, weil er auf den unterschiedlichen Social-Media-Kanälen seinen Arbeitgeber professionell und persönlich präsentiert.
Obwohl Stephan angestellt ist, findest du als Selbstständiger in diesem Interview zahlreiche Anregungen für deine Personenmarke; denn im Job dreht es sich immer um den Aufbau von Beziehungen und Vertrauen zu Menschen.

Die Fragen an meine #LieblingsMarke Stephan Schwering

Dein Business als Schlagzeile auf der ersten Seite … was stünde da?

„Bibliotheken so hip wie nie“. Warum? Ich finde es sehr interessant, dass das ganze „Sharing“ so angesagt ist, teilen statt besitzen. Bibliotheken machen das schon seit Jahrhunderten und mit E-Books und mehr heute auch digital. Und der Ort Bibliothek erlebt als nicht kommerzieller öffentlicher Raum zum Lernen und Aufhalten derzeit eine unglaubliche Renaissance – trotz Digitalisierung.

„Ich mache mein Ding“, sagen viele im Job. Was heißt das denn für dich? – Und weil wir gerade dabei sind: Erzähl uns doch auch gleich, wie du „Erfolg“ definierst.

Ich glaube fest daran, dass man mit dem Erfolg hat, was man gerne tut. Zuviel Herzblut kann uns aber auch daran hindern, erfüllt zu arbeiten. Denn man muss auch mit Frustration umgehen können oder damit, dass man, wenn man angestellt ist, eben nicht „nur sein Ding“ machen kann, sondern viel mehr andere von seinen Ideen überzeugen, besser noch: dafür begeistern sollte. Und zum Gelingen eines großen Ganzen gehören auch immer Kompromisse dazu, das ist normal.

Für mich bist du ganz klar ein Markenbotschafter der Zentralbibliothek. Siehst du dich selbst so? – Was braucht es deiner Meinung nach, um zu einer Marke zu werden, die Kunden begeistert?

Ob ich mich als „Botschafter“ sehen würde, weiß ich gar nicht. Mein Gesicht wird vielleicht hier und da mit der Zentralbibliothek in Verbindung gebracht – in der digitalen Welt und deren Veranstaltungen vielleicht. Wenn du es so verstehen willst, dass Botschafter heißt, ich bringe die erfolgreiche Arbeit der Teams und jedes Einzelnen in der Zentralbibliothek nach außen rüber und dass ich dafür ein bisschen „klappere“ – dann kannst du mich gerne so bezeichnen … zu einer Marke zu werden, die die Kunden begeistert, kann man nur durch Offenheit, damit meine ich: Auf die Kunden hören.

Supertoll zu sein, ein attraktives Produkt und großartige Ideen alleine reichen nicht aus. Wie und wo macht ihr neue Angebote sichtbar?

Bibliotheken allgemein haben oft ein Problem mit der Sichtbarkeit und Wahrnehmung ihrer Angebote. Sie sind eben öffentliche Einrichtungen und machen nicht teure Werbung und das Marketing wie ein Privatunternehmen. Die Digitalisierung und speziell die digitale Kommunikation über Social Media sind da Riesenchancen für die Bibliotheken sichtbarer zu sein, wahrgenommen zu werden. In dieser Reichweite war das früher sicher so viel schwerer. Andererseits tun sich viele Bibliotheken schwer mit Social Media oder stellen eine Präsenz dort gar in Frage. Ich halte das für falsch. In der digitalen Welt kommt es auf Sichtbarkeit an, besonders, wenn man digitale Dienstleistungen wie die E-Book-Ausleihe oder das Angebot an digitalen Zeitschriften nimmt. Daher glaube ich, dass Bibliotheken es sich einfach nicht leisten können, mit der digitalen Kommunikation zu hadern, denn dort sind die Interessenten und die Zielgruppen! Und gerade die aktuellen Diskussionen um Social Media bzgl. Fake News und Hasskommentare bestärken mich zusätzlich, dass die „Guten“ dahin gehören und die, die sich professionell mit Information und Sachrecherche gut auskennen.

Welchen Stellenwert hat das Schreiben für dein Business?

Das Schreiben spielt auch bei der Arbeit in der Bibliothek eine große Rolle, nicht nur das Lesen. 😉 Ob es Konzepte sind, Blogbeiträge, Facebook-Posts oder originelle Tweets für Twitter – schreiben gehört immer dazu. Auch wenn es mal nur das Protokoll einer Sitzung oder die täglichen E-Mails sind.

Gerade in den ersten Jahren im Job macht man ja oft mal komische Dinge oder gerät in peinliche Momente: Mit welchem Schwank aus deiner Business-Jugend würdest du mich zum Lachen bringen?

In meinen ersten Berufsjahren in einer Mittelstadtbibliothek (vorm Internet) habe ich sehr viel Fragen an der klassischen Auskunftstheke beantwortet. Besonders viele Kinder kommen und fragen. Da erinnere ich mich gerne zurück, wenn jüngere Kinder, die kurz vor der Pubertät waren, verstohlen und verklausuliert nach Aufklärungsbüchern gefragt haben. Das hat einen oft zum Schmunzeln gebracht. Heute gucken die wahrscheinlich alle direkt ins Netz.

Im Job geht es ja manchmal turbulent zu – mal rauf, mal runter. Welche innere Überzeugung, Eigenschaft oder Fähigkeit hilft dir, Krisen durchzustehen?

Ich habe in Krisen- und Stresszeiten immer zwei Gedanken im Kopf: Zum einen stelle ich mir vor, wie ich auf diese Situation in 5 Jahren zurückblicken werde, das nimmt oft viel von Dramatik raus und bringt Ruhe rein. Zum anderen (und das ist jetzt ein Vorteil, wenn man Ende 40 ist), habe ich erlebt, das Krisen einen stärken können, berufliche wie persönliche. Diese Erfahrung durfte ich machen („durfte“ kann ich dabei heute sagen) – das lässt einen gelassener werden. Ohne Anstrengung und leider manchmal auch schmerzhafte Erfahrungen gibt es für mich aber keine echte Weiterentwicklung.

Gibt es irgendeine Devise, die du als Kind schon verinnerlicht hast, die dir heute im Job gute Dienste erweist? – Was deine Oma immer gesagt hat oder was mit deinem Taschengeld zu tun hatte …, oft lernen wir ja früh unsere „Lektionen“ und manche bewähren sich später noch!

Ich halte viel von der Devise: „Wer weiß, wofür es gut ist“, wenn Dinge mal nicht so laufen, wie man sich das vorher ausgemalt hat, kann das auch im Nachhinein sein Gutes haben. Damit meine ich natürlich nicht wirklich tragische Ereignisse wie Tod oder schwere Krankheiten, sondern eher die alltäglichen Stressfaktoren oder persönliche Enttäuschungen. Ein Ausspruch des Dalai Lamas formuliert das etwas anders, gefällt mir aber auch gut: „Bedenke: Nicht zu bekommen, was man will, ist manchmal ein großer Glücksfall.“

Die Marke hörbar machen. Wenn dein Lieblingsmusiker deiner Marke einen Song widmen würde? Was würden wir dann hören? Heavy Metal, Popsong oder Schlager? Und welche Zeile darf auf keinen Fall im Song fehlen?

Ich liebe gute Popmusik. Und als großer ABBA-Fan wäre für mich auf mein berufliches Leben und die Arbeit in einer Bibliothek bezogen der Song „Dancing Queen“ immer noch perfekt: „You can dance, you can jive, havin’ the time of your life“ … ja so sieht’s manchmal im inneren eines Bibliothekars aus! 😉

Danke dir für deine Antworten, lieber Stephan!
Bibliotheken so hip wie nie“ – hier findetst du weitere Infos über Stephans Arbeit:
Social Media und Bibliothek:
Social Media als Leitungsaufgabe in Bibliotheken:
Was zur Zentralbibliothek der Zukunft:
Warum ich gerne twittere – 6 Gründe:

 

Personenmarke

Kolumne #LieblingsMarke

#LieblingsMarke ist Ulrikes neue Kolumne.
„Du bist meine #‎LieblingsMarkeDu bereicherst mein Leben. Macht’s es bunter, lustiger, vielfältiger. Ich lerne neue Dinge von dir, die du gerne im Netz teilst. Du zeigst mir den Menschen hinter deiner Website und den Social-Media-Kanälen. Manchmal bringst du mich zum Staunen, zum Weinen oder zum Lachen. Und wenn du mich mal ärgerst, verzeihe ich dir das sehr schnell … Ich möchte dich nicht mehr missen. Meine Leser möchten dich unbedingt kennenlernen. Ich freue mich auf deine Antworten in meinem Blog.“

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Erst deine Persönlichkeit macht dein Business einzigartig. Ich begleite Einzelunternehmer durch den gesamen Prozeß auf ihren Weg zur #Lieblingsmarke. Von der Markenberatung, über Schreib-Coaching bis hin zur fertigen Webseite bekommst du alles aus einer Hand.

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