Aschenputtel – diese Dame macht wunderbar blau und wird in dieser Zeit mehr als inspiriert. 🙂

Wer ist mein heutiger Gast?

Tanja Kosub, selbstständige Stylistin, Düsseldorf:

Ulrike Zecher bat mich „groß zu denken“ – Nun, nach einiger Überlegung was das für mich und meine Vorstellung bedeutet, fiel mein Blick auf das kleine Sinnsprüchlein von Oscar Wilde: „Weise ist jener, dessen Träume groß genug sind um sie im Auge zu behalten.“ – dieser Satz fand vor gut einem Jahr in mein Badezimmer Einzug, nachdem ich den Entschluss fasste mich wirklich und endlich als Stylistin selbständig zu machen.

Diesen Gedanken und Wunsch hegte ich schon sehr, sehr lange und nach sechzehn Jahren als Substitutin im Bereich Werbung eines großen Konzerns und etlichen Ausbildungen später nahm er dann Form an. Es ist ja nicht so als ob ich diesen Wunsch nicht schon eher gehabt hätte, nein, ich absolvierte eine Ausbildung zur Tanzpädagogin, dann zur Pilatestrainerin und schlussendlich schob ich noch eine Weiterbildung als Entspannungspädagogin hinterher. Treu dem Motto einer meiner Lehrerinnen „Fang doch erst mal an!“ Oft dachte ich: „Schön ich fange ja an, bringe aber nichts zu Ende“ – jetzt denke ich nichts war umsonst. Ich unterrichte seit gut sieben Jahren Pilates-, Tanz- und Entspannungstechniken und ich lerne immer wieder jede Stunde dazu. Als Stylistin und Substitutin lernte ich sechzehn Jahre den Umgang mit Budgets, Vorstandsvorsitzenden, Dienstleistern, lernte das Organisieren, jenes auch mal lächelnd auf die Zähne beißen und auch das „Blaumachen“.

Alle diese Ausbildungen in einen Topf geschmissen ergeben das was ich heute bin, wie ich mich organisiere, wie ich meinen Unterricht gestalte oder jetzt neu in meiner Selbständigkeit als Stylistin ans Werk gehe. Gar nichts war umsonst und getreu dem Motto „Wege entstehen dadurch dass man sie geht“ schlendere, gehe, laufe oder hüpfe ich weiter meinen ganz eigenen Weg. Dieser Spruch von Herrn Kafka hängt im Übrigen seit gut zehn Jahren in meiner Küche neben dem Kärtchen von Herrn Goethe „Es gibt zwei Dinge die wir unseren Kindern mitgeben sollten: Wurzeln und Flügel“ – Sie merken, ich habe zumindest eine grosse Schwäche für weise Sinnsprüche. 😉

Was verbindest Du mit dem Begriff Blaumachen?

Mit dem Begriff Blaumachen verbinde ich ein paar Stunden, einen oder mehrere Tage, in denen ich mich von meinen beruflichen oder privaten Verpflichtungen verabschiede. In der Schulzeit schwänzte man ein paar Stunden, weil eine andere Tätigkeit lustiger oder einfach der Unterricht unlustig war. Ebenso erging es mir manchmal als Angestellte in einem großen Konzern und heute als Selbständige gibt es auch Tage, an denen ich von meinen Aufgaben blaumache. Diese hole ich dann später mit viel mehr Lust nach und sie gehen dann auch leichter von der Hand.

Wie sieht für Dich der vollkommene Tag zum Blaumachen aus?

Oh … da gibt es verschiedene Modelle! Es kommt darauf an, in welcher Stimmung ich mich befinde und warum ich blaumache. Ich habe auch schon mal allein wegen eines Events blaugemacht (siehe-> andere Tätigkeit ist lustiger). Oder aber weil ich unbedingt mal meine Wohnung putzen musste und sonst in den nächsten Wochen überhaupt nicht dazu gekommen wäre. Fakt ist, nach einem Blaumachtag sollte sich ein Wohlgefühl einstellen, die Freude etwas Schönes erlebt zu haben oder aber die Freude jetzt wieder eine saubere und geordnete Wohnung zu betreten. 😉

Welches Werk (Kunst, Musik, Tanz, Literatur) symbolisiert für Dich die Farbe Blau?

Für Blaumachen würde ich ja ein leichtes Himmelblau wählen, dass durchlässig und freundlich ist. Es wäre auf jeden Fall fröhliche Kunst, Tanz, Musik und Literatur –  leicht anzuschauen, zu hören und zu lesen, vielleicht ein wenig gedankenlos und naiv.

Welches Lebensgefühl verbindest Du mit der Farbe Blau?

Freiheit –  da ich an Meer, Himmel und Luft denke. Insofern ein selbstbestimmtes Leben.

Wer ist Dein Lieblingsheld im Blaumachen?

Mein Held ist Ferris Bueller.

Wer ist Deine Lieblingsheldin im Blaumachen?

Thelma und Louise, die beiden Frauen machen so richtig von ihrem Leben blau.

Was ist Deine Lieblingsbekleidung beim Blaumachen?

Wie auch beim perfekten Blaumachtag, gibt es hier verschiedene Modelle, aber ich würde sagen ein Sommerkleidchen.

Wo ist Dein Lieblingsort zum Blaumachen?

Im Wald mit meinem Hund.

Wie passt für Dich Blaumachen und Business zusammen?

Das kommt ganz auf das Blaumachmodel an.

Modell 1: Im Business wird mir alles zu viel und ich brauche eine Auszeit. Dann bläue ich eine bestimmte Zeit, um mich ganz bewusst um mich zu kümmern, mich zu pflegen, mir etwas Gutes zu tun, Kraft zu sammeln, mit Freunden quatschen, Abstand gewinnen. Vielleicht auch, um in entspannter Gegend Lösungen für ein gewisses Problem zu finden. Dieses Modell ist aber schon das Notmodel!

Besser Modell 2: Ich gönne mir ganz bewusst und regelmäßig immer wieder Blaumachtage (Urlaubstage). An diesen Tagen gehe ich ins Museum, Kino, Theater, schlender durch die Stadt, schaue mir Geschäfte an, lese oder, oder,oder! Auf diesem Wege finde ich meine Inspirationen und kreative Lösungen für Aufgabenstellungen. Kreativität ist nicht zuletzt Vorhandenes zu verändern.

Dein glücklichster Moment beim Blaumachen?

Das Ankommen – der Anfang.

Wie schnell kannst Du Deinen Koffer packen, wenn Du spontan eine Fahrt ins Blaue machst?

5 Minuten.

Was oder wer muss auf jeden Fall mit ins Gepäck?

Ohropax und ein Buch.

Welches Märchen fällt Dir beim Blaumachen ein?

Aschenputtel – diese Dame macht wunderbar blau und wird in dieser Zeit mehr als inspiriert. 🙂

Wenn Du an Deine Zukunft denkst, was siehst Du gerade am Horizont?

Meer, Himmel, Luft – Freiheit ……. auch in der Stadt!

Vielen Dank, liebe Tanja, dass Du Dir die Zeit genommen hast, mein Blog zu bereichern.

Mit blauen Grüßen

Deine Ulrike Zecher

Nachlese August 2013: … „groß denken“ – im September 2013 veröffentlicht Tanja Kosub ihr erstes Buch

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