George Gershwin – Rhapsody in Blue. Hat das etwa schon jemand gesagt? 😉 Das ist so ein kühler Sound, der sehr unterschiedlich ist.

Mehr Pausen, mehr Spaß im Job. Ulrike Zecher interviewt Selbständige und Unternehmer, wie sie im Job Stress bewältigen und sich entspannen. Mein heutiger Gast ist:

Ich bin Sandra Dirks, seit 1998 bin ich Trainerin. Meine Trainer-Tags: Humorkochbuch, Flipcharts, Live-Onlinetrainings. Meine Webseite ist www.apprenti.deMeinen Blog für die schönen Dinge im Leben gibt es unter: www.sandis-kolumne.de.

13 Blaumacher-Fragen
Lachen. Leichtigkeit. Lust auf Arbeit.

Blaumacherfragen Sandra Dirks

Blaumacherfragen Sandra Dirks

1. Was verbindest Du spontan mit dem Begriff Blaumachen?

BLAUMACHEN??? Also Ulrike! Jetzt mal echt. Das geht gar nicht!
Abmahnung, Rausschmeißen! Faulheit pur!
Der Begriff des Blaumachens ist bei mir total negativ besetzt. Einer der blaumacht, der schwänzt die Schule, lässt andere für sich arbeiten, hat in meinem Unternehmen nichts verloren!
Einer der blaumacht, der macht krank, weil er nicht frei bekommen hat. Lässt dann die anderen arbeiten, kümmert sich nicht um die Belange des Unternehmens. Nö, das geht nicht.
Krass, dass ich dafür überhaupt kein Verständnis habe. Oh, da erwischst Du mich an einem Punkt, an dem ich keinen Spaß verstehe.
Das liegt aber nur an diesem Begriff.

Für das, was Du unter Blaumachen hier im Blog verstehst, habe ich einfach andere Begriffe. Ich nehme mir ‚frei‘. Das ist offiziell, alle wissen Bescheid. Niemand muss meinen Job mitmachen, keiner erwartet etwas von mir. Ich sage gerne: Ich nehme mir einen Tag Urlaub! Da schwingt die Entspannung gleich mit rein.

2. Wie sieht für Dich der vollkommene Tag zum Blaumachen aus?

Ich verschwende keinen Gedanken an Dinge, die ich noch erledigen müsste. Ich lebe einfach in den Tag hinein. Ich lese meine Lieblingsblogs besonders intensiv. Manchmal gerate ich dann auf Pinterest und pinne die Dinge, die mich begeistern.
Man weiß ja nie, wann man mal spontan renovieren, oder den Garten umgestalten muss. Für solche Fälle bin ich vorbereitet. Wenn das zufällig ein Samstag ist, dann wird es stressig, dann muss ich auch noch alle Tipps der Newsletter von ‚Living-at-Home‘ und ‚Schöner Wohnen‘ durcharbeiten. Ich sauge beide geradezu auf. Da muss ich aufpassen, dass der Frühstückskaffee nicht kalt wird.

Sandra Dirks

Sandra Dirks

Manchmal lese ich ein Buch, nähe, male, fotografiere. Da entscheide ich dann spontan, was ich machen möchte. Herrlich.
Mein Minigarten ist der verlängerte Deko-Bereich des Wohnzimmers. Manchmal muss man ja dort auch etwas tun. Aber nicht, wenn ich mir frei nehme, dann rede ich dort einfach nur mit meinen Rosen, oder hänge auf der Terrasse herum.
Manchmal verabrede ich mich, dann mache ich mich irgendwann ausgehfein für die City, oder das Lieblingscafé. Das ist Genuss pur.

Schade, dass man das alles nicht jeden Tag machen kann.

3. Welches Werk (Kunst, Musik, Tanz, Literatur) symbolisiert für Dich die Farbe Blau?

George Gershwin – Rhapsody in Blue. Hat das etwa schon jemand gesagt? 😉 Das ist so ein kühler Sound, der sehr unterschiedlich ist. Da ich aber nie richtig zuhöre, werde ich immer wieder überrascht, obwohl ich das Werk schon kenne. Aber ein richtiger Song für gute Laune in blau ist ‚Blueprint‘ von den Rainbirds. Yeah!

4. Welches Lebensgefühl verbindest Du mit der Farbe Blau?

Blau ist edel, hochwertig. Sich etwas gönnen.
Aber auch Frankreich, dabei die blauweiß-gestreiften Shirts aus der Bretagne, oder dieses Wappen der französischen Marine, mit der lustigen blauen Mütze, der roten Bommel und der Aufschrift: La marine? Moi, j’aime.
Marinelook in der Mode. Das strahlt ja auch immer etwas Besonderes aus.
Blau ist auch Urlaub, denn für den richtigen Urlaub fahre ich am liebsten ans Meer.

5. Wer ist Dein Lieblingsheld/Deine Liebingsheldin im Blaumachen?

Äh, also Held im Blaumachen??? Siehe Frage 1. 😉

Nun, wenn einer das Blaumachen wirklich richtig versteht, dann sind es Katzen. Die machen wirklich blau, denn denen ist es richtig egal, was um sie herum passiert.
Hauptsache, Du hast die Futterdose rechtzeitig im Anschlag, sonst wird’s aber ungemütlich. Das sind die wahren Helden des Blaumachens.
Diese Gelassenheit wünsche ich mir manchmal.

6. Was ist Deine Lieblingsbekleidung beim Blaumachen?

Wenn ich zu Hause rumhänge, dann ist es ein ausgebeultes Shirt mit Obstflecken, die nicht mehr rausgehen und eine ebenso ausgebeulte Jeans. So kennt mich nur der dhl-Mann, wenn ich ihm die Tür öffne. Armer Kerl.
Wenn ich mich auf den Weg in die City mache, dann brezel ich mich ordentlich auf. Ziehe irgendwas an, das ich gerade neu fertiggenäht habe, neue Schuhe. Make-up formvollendet. Eben das volle Programm. Ja, das macht mir richtig Spaß.

7. Wo ist Dein Lieblingsort zum Blaumachen?

Sandra Dirks

Sandra Dirks

Entweder mein zu Hause, oder irgendeine Fußgängerzone irgendeiner großen Stadt. Mit Natur kannste mich jagen, das finde ich furchtbar.
Aber ich kann stundenlang durch Berlin laufen und mich nur 400 m weit bewegen, habe aber alle Geschäfte im Umkreis abgearbeitet. Dabei kaufe ich nicht zwingend was. Ich kann auch einfach nur so herumlaufen und schauen. Das begeistert mich total. Demnächst ist da auch unbedingt mal Hamburg dran.
Das hier, das war der perfekte Blaumacherort und auch –tag: http://www.sandis-kolumne.de/2014/05/14/reisetagebuch-shoppingtag-in-berlin/

8. Wie passt für Dich Blaumachen und Business zusammen?

Wenn die Stimmung im Seminar gut ist, also die Gruppe total ausgelassen ist, dann ist das schon ein Geschenk. Das ist herrlich. Da kann ich nur sagen, dass ich doch einen schönen Job habe.
Neulich hatte ich an einem Vormittag zwei Webinare, die es in sich hatten und die auch fordernd waren. Ich saß dabei aber mit der ausgebeulten Hose auf meinen Stuhl, danach bin ich einfach auf die Terrasse gegangen, während ich auf den Pizza-Bringdienst wartete.
Also, das ist schon Luxus. Das war sicher ein aufregender Tag, aber Du kannst Dich einfach zwischendurch lässig hinfläzen, weil Dich dabei niemand sieht. Außer vielleicht die neidischen Nachbarn. Aber das ist doch richtig cool.

9. Dein glücklichster Moment beim Blaumachen?

Da gibt es so viele. Ich lese ein tolles Buch zu Ende und schuchze über das Happyend.
Die superschicken Schuhe sind in der richtigen Größe da.
Ich schieße ein tolles Foto, eine Bluse gelingt an der Nähmaschine.
Oder ein Kunde überweist eine Rechnung und ich lege das Geld sinnvoll für eine überteuerte Handtasche an.
Das sind alles wunderbare Momente.

10. Was oder wer muss auf jeden Fall bei einer Fahrt ins Blaue mit ins Gepäck?

Fahrt ins Blaue mache ich nicht mit. Da stelle ich mich quer. Wissen auch alle. Ich bin da nicht flexibel. Ich muss ja vorher wissen, welche Schuhe ich anziehe, die schicken, in denen ich nur bis ins nächste Café laufen kann, aber die sehen so geil aus, oder geht es auf Shopping-Tour, dann müssen die Schuhe bequemer sein. Nö, so ins Blaue, das wäre der pure Stress.

Na, und mit Natur darf mir eh keiner kommen, da habe ich keinen Bock. Ich bin froh, dass mein Mann nicht einer von diesen „Schatz, ich habe eine Überraschung für Dich, pack die Handtasche!“-Typen ist. Den hätte ich schon auf den Mond geschossen!

11. Macht Dein I-Phone, Dein I-Pad dann auch blau?

Nö. Ich lese ja die Blogs, Pinterest und Facebook. Ich lese auch Mails. Antworte aber einfach nicht. Da bin ich ganz entspannt. Das kann ich sogar tagelang durchziehen.

12. Welche Anekdote, Geschichte oder Märchen fällt Dir zum Blaumachen ein?

Da fällt mir nur das Märchen von der Goldmarie und der Pechmarie ein. Hm, das geht ja nicht so schön aus für die faule Pechmarie. Menno.

Blaumacher-Interview Ulrike Zecher

Blaumacher-Interview Ulrike Zecher

13. Was ist Dein ultimativer Blaumacher-Tipp für Pausen im Job?

Ins Lieblingcafé setzen – sowas sollte jeder haben! – das Skizzenbuch herausnehmen und einfach mal versuchen, die Szene drumherum festzuhalten, zu scribbeln, aufzuzeichnen. Dazu einen großen Eisbecher bestellen. Ich bestell den immer ohne Sahne, dafür mit einer Kugel Eis mehr. Das ist doch ein herrlicher Blaumachermoment. Wie wäre es mit einem BLAU beerbecher? 😉

Hach. Herzlichen Dank liebe Sandra für Deine wunderbare Antworten und Zeichnungen. Man merkt bei Dir wird nicht mit Wasser, sondern mit Humor gekocht. 🙂

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Erst deine Persönlichkeit macht dein Business einzigartig. Ich begleite Einzelunternehmer durch den gesamen Prozeß auf ihren Weg zur #Lieblingsmarke. Von der Markenberatung, über Schreib-Coaching bis hin zur fertigen Webseite bekommst du alles aus einer Hand.

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