Im Sinne von „mir eine Auszeit gönnen“ gehören Business und „Blaumachen“ für mich eng zusammen

Liebe Gaby,

herzlichen Dank, dass Du an meinem Herzens-Projekt „Blaumachen statt Burnout“ teilnimmst. Wir arbeiten als Beraterinnen, Bloggerinnen und Coachs an derselben schönen Vision: Menschen zum Blühen oder zum Wachsen zu bringen. Ich freue mich, wenn wir uns auch zukünftig mit unserer Arbeit immer wieder gegenseitig inspirieren dürfen.

Danke, Ulrike Zecher

Wer ist mein heutiger Gast?

Gaby Regler, Laufbahn- und Karriereberaterin in München

„Blühen Sie auf im Beruf!“ – das ist das Motto meiner Arbeit. Nun frage ich mich, und Sie sich vielleicht auch, wie passt denn das zum „Blaumachen“?

Unter Blaumachen verstehe ich nicht das Nicht-zur-Arbeit-erscheinen, obwohl ich es könnte. Ich verstehe darunter, sich (vielleicht kleine) „Auszeiten“ zu nehmen im Alltag, um dadurch im Beruf leistungsfähig zu sein und auch langfristig zu bleiben.

Ich verstehe darunter die Zeit, die ich mir nehme, um innezuhalten im täglichen „Hamsterrad“, um achtsam zu sein für mich und für das, was mir gut tut. Und um mich auch selbst immer wieder zu hinterfragen, wer ich bin, was ich kann und wohin ich will – im Leben und im Beruf. Alles grundlegende Voraussetzungen, um „aufzublühen im Beruf“!

Was verbindest Du mit dem Begriff „Blaumachen“?

Damit verbinde ich: Zeit für mich. Die Seele baumeln lassen. Mir eine (kleine) Auszeit gönnen. Aufatmen. Den Kopf frei kriegen. Innerlich zur Ruhe kommen. Kraft schöpfen. Auftanken. Um dann wieder kreativ und produktiv sein können.

Auch eine meiner Lieblingsweisheiten von Lao-Tsu kommt mir in den Sinn: „Halte einen Moment inne und du erkennst, wie närrisch du herumgerannt bist.“ Innehalten und „von außen“ auf mich und mein Tun zu blicken, das brauche auch ich von Zeit zu Zeit.

Wie sieht für Dich der vollkommene Tag zum Blaumachen aus?

Ein vollkommener „Blaumach-Tag“ findet bei mir zurzeit leider nur im Urlaub statt. Im Alltag einer berufstätigen Mutter mit dem „ganz normalen Wahnsinn“ Mann, Kind und Schule, Familie, Freunde, Haus und Garten, Beruf, Kunden und Termine möglichst gut unter einen Hut zu bringen, bleiben mir nur „Blaumach-Momente“ – die ich allerdings sehr genieße.

Der perfekte „Blaumach-Tag“ im Urlaub besteht für mich darin, am Meer zu sein, einfach frei zu sein, keine Vorgaben zu haben, das zu machen, was ich gerne möchte.

Welches Werk (Kunst, Musik, Tanz, Literatur) symbolisiert für Dich die Farbe Blau?

Die „blauen Frauenbilder“ von Henry Matisse, eines z.B. hier. Für mich das schönste Blau!

Dieses Blau war lange Jahre meine Lieblingsfarbe. Heute ist es ein warmes Kirschrot – für mich die perfekte Kombination aus Rot (Gefühl, Wärme, Herzblut, Engagement) und einem Hauch Blau (Rationalität, Planung, Struktur – und vielleicht auch „Blaumachen“?).

Welches Lebensgefühl verbindest Du mit der Farbe Blau?

Freiheit, Weite, Unendlichkeit.

Wer ist Dein Lieblingsheld im Blaumachen?

Da ist mir leider niemand eingefallen.

Wer ist Deine Lieblingsheldin im Blaumachen?

Hier kommt mir aus Kindertagen die „blaue Elise“ aus Paulchen Panther in den Sinn – die zwar eine blaue Ameisenbärin ist, allerdings (soweit ich mich erinnere) kaum „blau macht“, da sie ständig hinter einer kleinen quirligen Ameise herjagt und sie natürlich nie erwischt.

Ein Gedanke: Vielleicht sollte ich hier selbst meine Lieblingsheldin werden?

Was ist Deine Lieblingsbekleidung beim Blaumachen?

Meine Lieblingskleidungsstücke, in denen ich mich wohlfühle.

Wo ist Dein Lieblingsort zum Blaumachen?

Natürlich das Meer! Am liebsten der Atlantik mit Wellen, Wind, blauem Himmel, Sonnenschein, Salzgeruch in der Luft, Sonne, Weite, Freiheit, Zeit für mich … Oh, da packt mich gleich die Sehnsucht!

Wie passt für Dich Blaumachen und Business zusammen?

Im Sinne von „mir eine Auszeit gönnen“ gehören Business und „Blaumachen“ für mich eng zusammen. Als Selbständige kann ich ja theoretisch selbst über meine Arbeitszeit verfügen. Wenn ich mir eine „Blaumach-Zeit“ gönne, schleicht sich natürlich oft sehr schnell das Gefühl ein: eigentlich müsstest du das noch tun, jenes wegarbeiten, dieses durcharbeiten, …

Dennoch betrachte ich heute „Blaumach-Zeit“ als absolut notwendig für mich an, um aufzutanken und Kraft zu schöpfen und überhaupt kreativ arbeiten zu können im Dienste meiner Kunden. Auch mein „Strudelwurm“ (er repräsentiert das Unbewusste im Menschen, hier genauer erläutert) will gut behandelt und ab und zu verwöhnt werden, damit er weiterhin freudig „mitspielt“.

Dein glücklichster Moment beim Blaumachen?

Der Moment, in dem ich spüre, dass ich innerlich wieder bei mir angekommen bin.

Wie schnell kannst Du Deinen Koffer packen, wenn Du spontan eine Fahrt ins Blaue machst?

Recht schnell. Leider ist es, wie bereits oben erläutert, für mich zurzeit schwierig spontan zu verreisen. Deshalb gönne ich mir zum Ausgleich regelmäßig und bei jeder Jahreszeit spontane „Blaumach“-Auszeiten am See in der Nähe.

Was oder wer muss auf jeden Fall mit ins Gepäck?

Am See: nichts. Im Urlaub: so wenig wie möglich. Mann, Kind und ein gutes Buch.

Welches Märchen fällt Dir beim Blaumachen ein?

Nur Frau Holle. Pechmarie wird abgestraft für ihr „Blaumachen“. Wohl kein gutes Beispiel. Frage mich, ob Blaumachen im Märchen überhaupt belohnt wird?

Wenn Du an Deine Zukunft denkst, was siehst Du gerade am Horizont?

Ein Haus am Meer. Ob ich das jemals haben werde? Vielleicht reicht schon ein langer Aufenthalt in einem Haus am Meer? Mal sehen … ich lasse mich überraschen!

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Erst deine Persönlichkeit macht dein Business einzigartig. Ich begleite Einzelunternehmer durch den gesamen Prozeß auf ihren Weg zur #Lieblingsmarke. Von der Markenberatung, über Schreib-Coaching bis hin zur fertigen Webseite bekommst du alles aus einer Hand.

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