haken.blau.zwei.

„Die Seele hüllt bei Wind ein leichtes Kleid.“
aus Sommernachtstraum, Shakespeare

Abgewandt.
Abgehakt.
Aus dem Paradies gefallen.

Sie liebkost nachts ihr kaltes Handy.
Ihre Seele hängt an zwei blauen Haken.
Der Kanal zu ihm blockiert?

Fiebrig tippt sie die ersten Buchstaben ein.
Ein Schmerz durchbohrt ihre siebte Rippe.

Sie löscht.
Jedes Wort.
Und auch die Liebe.

Sehnsucht tropft in ihr blaues Negligé.

Der Sommerwind streichelt ihr Haupt.
Küsst zart ihre Hände.
Und umhüllt ihr Herz.

Geborgen.

Ulrike Zecher, 11. Oktober 2018

Dieses Gedicht habe ich während der Veranstaltung Stadtschreiben (mit und von Dorothee Köhler) geschrieben. Ort:  Zentralbibliothek in Düsseldorf, Bertha-von-Suttner-Platz. Als Einstieg in mein Gedicht hat mich ein Satz aus dem Buch „Wie er uns gefällt. Gedichte an und auf Shakespeare“ inspiriert.

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