Eine Ode

Meinem konzeptionellen Schreib-Ego gebe ich heute frei. Stattdessen schreibe ich meiner geschätzten Kollegin Sabine Dinkel eine Ode, die aus dem Herzen fließt, dort wo es nicht um Lesernutzen und Suchmaschinen-Optimierung geht.
Liebe Sabine, diese Zeilen sind nur für dich. 🙂
Ich stelle mir vor, wie du für dein Erstlingswerk einen Award bekommst und ich gleich eine Laudatio für dich halten darf. Noch sitzt du ganz entspannt mit deinem Ringel-T-Shirt im Publikum. Deine spitzbübischen Augen schauen neugierig Richtung Bühne. Die gute Stimmung im Saal hast du schon aufgenommen. Du hast keine Ahnung, dass ich gleich von dir reden werde … Vorhang auf …

Liebes Publikum, heute möchte ich Ihnen ein ganz besonders Buch vorstellen. Der Erstautorin sind mit ihrem Ratgeber „Hochsensibel durch den Tag“ viele großartige Dinge gelungen:

Das Buch ist Sabine Dinkel

Das Buch bist du. Du bist das Buch. Das ist die Sabine, die ich im Frühling 2014 im Zeichenworkshop am Starnberger See persönlich kennengelernt habe. Unsere Anreise – du aus dem hohen Norden, ich aus dem Rheinland – war typisch für Hochsensible, wenn sie eine Reise tun.
Das Ziel war sich gemeinsam in München zu treffen, bis dahin haben wir lustig pausenlos getwittert. Auf dem Workshop habe ich dich als kreativen, sensiblen und sehr humorvollen Menschen wahr genommen. Und ein Buch von dir kommt natürlich genau mit denselben Eigenschaften auf die Welt.
Du berührst mit deinen sehr persönlichen Beispielen deine Leser. Hach, an manchen Stellen hatte ich Tränen in den Augen: Auch ich war in meiner Grundschulzeit ein schüchternes Kind und fühlte mich oft unverstanden.
Mit deiner fulminaten Bildersprache bringst du deinen Lesern Hochsensiblität sehr nahe.

Ich bin wie ein Schwamm, der alles aufsaugt. Irgendwann bin ich voll und kann nichts mehr aufnehmen.

Ich fühle mich heute so fragmentiert und muss mich dringend defragmentieren, sprich: meine Ruhe haben.

S. 173

Es gibt ja ganz unterschiedliche Reaktionen auf hochsensible Menschen zu reagieren. Dein Ratgeber trägt dazu bei, dass man anderen Menschen seine Hochsensibilität besser erklären kann. Sabine hat ein paar spezifische Typen herausgearbeitet, an diesen Stellen habe ich besonders (über mich) gelacht:

Der Gleichgesinnte

Typischer Satz: „Welches Buch hast du dazu gelesen?“

Der Unbedarfte

„Wenn ich Zeit habe, google ich das mal.“

Der Spirituelle

„Welchen Aszendenten hast du?“ (S. 178-S.183)

Menschen mit viel Liebe ins Tun bringen

Sabine hat nicht nur einen Ratgeber geschrieben, der seinen Lesern Wissen auf humorvolle Art vermittelt, sondern sie bietet einen bunten Strauß an Werkzeugen an, wie man aus der Reiz-Überflutung rauskommt und vor allem im Alltag gelassen bleibt. Das macht sie immer liebevoll und auf Augenhöhe mit ihren Lesern.
Bei dem typischen Marketing-Sprech wie „Du schaffst das“, „Du musst nur an dich glauben“  würden Hochsensible Menschen schnell weglaufen und die Tür hinter sich zumachen.
Vor allem bietet sie dem Leser eine ganz klare Struktur an; er braucht nur vorne in der Inhaltsangabe zu blättern und sich wie bei einem leckeren Tagesmenü die einzelnen Gänge zusammenzustellen.

  • Tagesgestaltung
  • Am Arbeitsplatz
  • Selbstfürsorge
  • Freundschaft und Bekanntschaft
  • (Selbst-)Fürsorge in der Partnerschaft
  • Netzwerken + Small-Talk
  • Arztbesuch

Mir haben als Selbstständige am besten die beiden Kapitel Selbstfürsorge im Home-Office und in der Partnerschaft gefallen; sie sind nicht nur für hochsensible Menschen hilfreich, sondern für alle, die auf bekömmliche Weise gut für sich – in jeder Beziehung – sorgen möchten.
Eine lebenslängliche Lernaufgabe für uns Hochsensible; denn wir können nur mit anderen in Kontakt treten, wenn wir mit uns selbt in Verbindung sind. Das gilt auch in der Liebe:

Es ist nun einmal so, dass es in Beziehungen unterschiedliche Toleranzgrenzen gibt. Noch dazu können und sollten wir uns abschminken, den anderen ändern zu können. Das funktioniert nicht … Da hilft nur eins: Anzuerkennen, dass man zwei unterschiedliche Nervensysteme hat und das Beste draus machen. S. 123

Während in anderen Publikationen dann der oberflächliche Satz steht: „Du musst dich nur abgrenzen. Du musst nur öfters Nein sagen.“, bietet Sabine Dinkel ganz praktische, bodenständige Helferlein, wenn die Reiz-Überflutung gerade wieder zuschlagen will. Das sind meine Lieblings-Helferlein, die mir gut tun:

Meine Helferlein-Hitparade:

  1. Sich etwas von der Seele schreiben
  2. One-Minute-Meditation
  3. Den Ort wechseln
  4. Zur Lieblingsmusik tanzen oder hüpfen
  5. Das Fokus-Modell
  6. Wortkosmetik
  7. Ideen-Inventur

Das Design des Buches

Das himmelblaue Layout des Buches kommt so leicht und beschwinglich daher, wie sein Inhalt. Es passt wunderbar zu einem unbekümmerten Tag am Meer, an dem man schnell die Hose hochkrempelt, die Zehen in die Nordsee hält. Glücklich in die Sonne blinzelt, sich des Lebens und vor allem über den inneren Reichtum freut.
Hochsensible sind nämlich besonders kreative Menschen, die jeden Tag die Welt ein bisschen besser machen wollen …

Ideen und Gedanken zu verwerfen, ist immer einfacher, als keine zu haben.
Tony Buzan

Liebe Sabine, ich freue mich mit dir und überreiche dir in meinem Träumen einen Award.

Disclaimer: Liebe Sabine, gerade halte ich dein zweites Buch „Krebs ist, wenn man trotzdem lacht“ in den Händen. Auch hier finde ich deinen Galgenhumor, deine lustigen Comics und deine Wortakrobatik wieder. Auch mit diesem Ratgeber gelingt es dir, bei einem „ersten“ Thema deinen Lesern bodenständig Mut zu machen. Dazu gratuliere ich dir von ganzem Herzen und wünsche dir, daß du mit diesem Buch viele Menschen erreichst.

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