Meine #LieblingsMarke Christina Emmer

Christina Emmer habe ich vor vier Jahren zunächst als Coach für Positionierung und Sichtbarkeit im Netz wahrgenommen; als ich selbst mit meiner eigenen Positionierung herumeierte.
Doch wie es sich für uns „echte“ Schützefrauen gehört, die ständig auf der Reise zu sich selbst sind, um den Zusammenhalt der Welt besser zu verstehen, wirft man die eigene Positionierung komplett über Board. Startet neu, breitet die Flügel aus und fliegt durch die eigene Angst.
Christinas neue Geschäftsidee finde ich aus diesem Grund sehr mutig. Sie beschäftigt sich mit einem sehr wichtigen Bereich in unserem Leben: der Sexualität. Ich finde, wie auch bei der Positionierung sollten sich Menschen bei diesem Thema nicht verbiegen, denn oft wischen wir tindermäßig die eigenen Vorstellungen von einer erfüllten Sexualität weg, weil wir uns nicht erlauben, uns von starren Konzepten zu lösen.
Genau da setzt Christina an …

Die Fragen an meine #LieblingsMarke:

Hey, liebe Ulrike, ich freue mich sehr, dass ich eine Deiner LieblingsMarken bin. Wow! Vielen Dank für die Einladung zu diesem Interview. Dann will ich mal loslegen!

Dein Business als Schlagzeile auf der ersten Seite … was stünde da?

„Bloggerin revolutioniert die deutsche Sexkultur!“

Also das stünde da vielleicht noch nicht jetzt gleich, aber es ist die Schlagzeile, die ich mir mal für die Zukunft wünsche. Im Moment wäre es wohl eher: „Von der Positionierung zum Poppen!“ Oder so… *lach*… aber die oben finde ich viel spannender.

„Ich mache mein Ding“, sagen viele Selbstständige. Was heißt das denn für dich? – Und weil wir gerade dabei sind: Erzähl uns doch auch gleich, wie du „Erfolg“ definierst.

„Ich mache mein Ding“… das bedeutet für mich, dass ich mir erlaube, mein Business so aufzubauen, wie es sich für mich stimmig anfühlt. Das bedeutet konkret, auch mal Nein zu sagen zu diesem und jenem „allerneuesten Marketingwundertrend“. Es bedeutet, dass ich selbst entscheide, mit welchem Medium ich mich wohl fühle und beispielsweise nicht um jeden Preis Videos drehen zu müssen (weil das nun mal alle machen), wenn ich damit einfach keinen Spaß habe.

Ich schreibe. Das habe ich nach einigem Ausprobieren (ja auch Video und Podcast war dabei) für mich entschieden. Denn nirgends bekomme ich so eine wunderbare, starke und großartige Resonanz, als wenn ich meine Texte raus in die Welt schicke.

Und noch eine Bedeutung hat „ich mache mein Ding“ für mich: Ich entscheide mich frei, WORÜBER ich schreibe. Als ich irgendwann gemerkt habe, dass das Thema Positionierung und Sichtbarkeit als Coach mir keinen wirklich guten Blogartikel mehr aus den Fingern saugt, habe ich damit aufgehört und mich für eine neue Richtung entschieden: Sexualität. Und schon fließt es wieder. Da wollte und will einfach ganz viel aus mir raus.

Und etwas konkreter?

Erfolg definiere ich als das Erreichen meiner Ziele. Welche auch immer das sein mögen.

Wenn Du mich fragst, was Erfolg für mich persönlich bedeutet, verrate ich Dir gerne ein paar meiner Ziele:

  • Ich will, dass mehr Menschen ihre Sexualität genießen und aus dieser Energie schöpfen können.
  • Ich möchte mit meinen Geschichten dazu beitragen.
  • Ich habe mir als Ziel gesetzt, für mein neues Produkt „Deep Fantasy“, ein Mitgliederbereich, in dem es exklusiv jede Woche ein neues Szenario zum inspirieren lassen und Nachspielen gibt, in den nächsten 6 Monaten 10.000 Kunden zu gewinnen.
  • Ich möchte in 2018 auf die Bühne mit einem eigenen Vortrag.
  • Ich möchte als Coach noch mehr Menschen unterstützen, ihr Leben so zu leben, wie sie es sich tief drinnen wirklich wünschen.

Jedesmal, wenn ich eines dieser Ziele erreiche, feiere ich meinen Erfolg. Ich betrachte mich dann als erfolgreich und das motiviert mich, weiterzumachen. ☺

Für mich bist du ganz klar eine Marke. Siehst du dich/dein Business selbst so? – Was braucht es deiner Meinung nach, um zu einer Marke zu werden, die Kunden begeistert?

Wow, eine Marke! Also ich war ja schon wirklich sehr berührt, als Du mich als LieblingsMarke bezeichnet hast. Ich vergesse selbst gerne immer wieder, was die Menschen da draußen in mir sehen (oder sehen wollen). Ich glaube, das ist auch gut so, denn eigentlich bin ich doch ein ganz normaler Mensch mit einerseits ein paar tollen Talenten, ja, doch andererseits eben auch ganz normalen Alltagssorgen. Mir ist es wichtig, als spiritueller Mensch sehr geerdet zu sein und ich glaube, das schätzen die Menschen auch an mir. Mein Auftreten nach Außen ist nicht immer perfekt, ich poste z.B. auf facebook manchmal Sachen, bei denen ich mir einen Tag später denke: Was hat Dich denn da geritten? *lach*

Naja, vielleicht ist das ein Teil des Kerns meiner Marke. 😉

Wenn ich jetzt hier loslegen und aufschreiben würde, was dazugehört, um zur Marke zu werden, könnten wir damit wohl ein Buch füllen. Zum Glück gibt’s genau dafür schon einige super Experten. Meine größte Inspiration zum Thema Marke war das Buch von Jon Christoph Bernd. Darin beschreibt er, wie man seinen Markenkern findet. Der wesentliche Punkt ist, dass Du etwas findest, was Dein Leben im Kern ausmacht. Immer! Dann ist es egal, ob sich das Thema drum herum mit der Zeit ändert. Der zweite Knackpunkt ist, dass Du diesen Kern dann nicht kommunizierst (schreiben und sagen kann man viel), sondern LEBST. Das ist dann spürbar und echt. Und das begeistert Menschen.

Supertoll zu sein, ein attraktives Produkt und großartige Ideen alleine reichen nicht aus. Wie und wo machst du neue Angebote sichtbar? 

In der Regel gehe ich den klassischen Weg im Onlinebusiness. D.h. ich baue mir einen Emailverteiler auf, dem ich neue Produkte vorstelle. Und ich bin eben auch viel in den Sozialen Medien unterwegs. Eine schöne Möglichkeit hier zu „werben“ ohne aufdringlich zu sein, ist Storytelling. Die Menschen lesen gerne Geschichten und die Informationen nehmen sie dabei nebenher auf. Und noch dazu in guter Stimmung.

Welchen Stellenwert hat das Schreiben für dein Business?

Das Schreiben IST mein Business.

… es wird ja immer empfohlen, dass man so schreibt, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Wie siehst du das?

Meine Antwort wird vielleicht manche überraschen. So, wie vielen der Schnabel gewachsen ist, ist es leider ein Graus, was dabei geschrieben rauskommt.

Damit meine ich diese superwirren Texte ohne Punkt und Komma und ohne klare Gedankenstruktur, die teilweise durch die sozialen Kanäle gepustet werden. Und nicht nur dort…

Um einen guten Text, ja auch nur einen guten Satz zu schreiben, gehört für mich schon etwas mehr dazu, als einfach nur einen spontanen Gedankenerguss ungefiltert in die Tasten zu hämmern.

Versteh mich nicht falsch. Ich würde selbst jedem, der plötzlich beim Schreiben in so eine Art „Amtssprache“ verfällt, raten, etwas mehr zu schreiben, wie er spricht. Also meine Frage ist da immer: „Würdest Du das wirklich SO sagen?“ Meistens ist dann die Antwort ein klares Nein.

Doch es wird glaub ich ein wenig unterschätzt, wie schwierig es ist, gleichzeitig gut und natürlich zu schreiben. Ich schreibe schon seit ich 10 bin Tagebuch. Ich „übe“ also quasi schon 30 Jahre. Und jeder hat andere Talente, das kommt noch dazu.

Meine Empfehlung ist daher: Schau genau und kritisch hin, was Du wirklich gut kannst. Setze diese Stärken ein. Und für den Rest: lerne es oder hol Dir Experten.

Gerade in den ersten Jahren der Selbstständigkeit macht man ja oft mal komische Dinge oder gerät in peinliche Momente: Mit welchem Schwank aus deiner Business-Jugend würdest du mich zum Lachen bringen?

Also da war – ein halbes Jahr bevor ich meinen Blog christinaemmer.de gestartet habe –  dieser erste Blog, den ich überhaupt je aufgesetzt und gestartet hatte. Und ich dachte wirklich: die warten alle nur auf mich! Das ging dann gründlich in die Hose. Mein erster Artikel kritisierte gleich mal einen der größten, deutschsprachigen Blogger, weil ich dachte, ich wäre damit besonders rebellisch! Und als ich dann gemerkt habe, dass die Bloggerszene so erstmal überhaupt nicht funktioniert, hab ich den Blog kurzerhand nach ein paar Wochen wieder geschlossen und gehofft, die würden mich alle möglichst schnell wieder vergessen (hierin lauert schon der nächste Witz, denn nach 3 Blogartikeln mit 0 Reichweite, gab es kaum jemanden, der mich „vergessen“ musste. *lach*).

Nach einem halben Jahr hatte ich mich von meiner Schmach erholt und startet dann nochmal neu! Und diesmal lernte ich zuerst die Regeln und hielt mich daran, bevor ich – viel später und mit einer gewissen Leserschaft im Rücken – diese stückchenweise wieder zu brechen begann.

Bei uns Selbstständigen geht es ja manchmal turbulent zu – mal rauf, mal runter. Welche innere Überzeugung, Eigenschaft oder Fähigkeit hilft dir, Krisen durchzustehen?

Da ist zum einen natürlich dieser Glaube an sich selbst, der unabdingbar ist, wenn man etwas vorwärtsbringen und bewegen will. Doch ehrlich… da gibt es noch etwas, das viel wichtiger ist. Ich hätte die Krisen meines Business nicht überlebt ohne andere Menschen. Menschen, die an mich glaubten, egal was los war. Menschen, mit denen ich heulen und lachen und feiern kann. Die mich halten und wieder loslassen. Mich ehrlich kritisieren und dann wieder auf den Weg schicken. Ihnen verdanke ich viel und ich wäre nicht da, wo ich jetzt bin ohne sie.

Daher kann ich nur jedem raten: Sucht Euch echte Verbündete. Egal ob in der Familie, unter Freunden oder im Businessumfeld. Am besten aus jedem Umfeld ein oder zwei, die wirklich hinter einem stehen.

Die Marke hörbar machen. Wenn dein Lieblingsmusiker deiner Marke einen Song widmen würde? Was würden wir dann hören? Heavy Metal, Popsong oder Schlager? Und welche Zeile darf auf keinen Fall im Song fehlen?

Ganz klar ein sexy RnB/HipHop-Song! Mit gutem, tanzbarem Rhythmus, heißem Sound und einer Message, die Dir ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Niemand, der ein bisschen Leidenschaft im Blut hat, könnte dabei einfach sitzen bleiben.
Sobald Du die Musik hörst, willst Du dabei sein, weil Du weißt, das wird die Zeit Deines Lebens – dieser Moment, indem Du eins bist mit Dir und der Welt. Dieser Moment, in dem Du es ganz klar hast: Du bist hier, um zu tun, was Du liebst! Du bist hier, um Deine Einzigartigkeit zu leben! Du bist ein Geschenk für die Welt und das Leben liebt Dich! Liebe es zurück! So intensiv Du nur kannst!

Personenmarke

#LieblingsMarke

#LieblingsMarke ist Ulrikes Kolumne.
„Du bist meine #‎LieblingsMarkeDu bereicherst mein Leben. Macht’s es bunter, lustiger, vielfältiger. Ich lerne neue Dinge von dir, die du gerne im Netz teilst. Du zeigst mir den Menschen hinter deiner Website und den Social-Media-Kanälen. Manchmal bringst du mich zum Staunen, zum Weinen oder zum Lachen. Und wenn du mich mal ärgerst, verzeihe ich dir das sehr schnell … Ich möchte dich nicht mehr missen. Meine Leser möchten dich unbedingt kennenlernen. Ich freue mich auf deine Antworten in meinem Blog.“

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Erst deine Persönlichkeit macht dein Business einzigartig. Ich begleite Einzelunternehmer durch den gesamen Prozeß auf ihren Weg zur #Lieblingsmarke. Von der Markenberatung, über Schreib-Coaching bis hin zur fertigen Webseite bekommst du alles aus einer Hand.