Meine #LieblingsMarke Patchwork

Patchwork das sind Ricarda Kiel und Alicia Metz-Kleine. Die beiden sind jeder für sich eine gestandene Personenmarke und haben sich mit Patchwork einen Traum erfüllt, bei dem wir mitmachen dürfen.
Wie geht anders arbeiten, wenn sich mindestens zwei Menschen aus unterschiedlichen Business-Bereichen miteinander zu einer bunten Decke verknüpfen, um etwas Neues zu erschaffen?
Patchwork ist für mich eine agile Idee, aus der in Zukunft eine Marke, Produkte oder ein lebendiges Netzwerk entsteht. Es ist ein Tagebuch für uns Einzelunternehmer*innen, das uns inspiriert, Ideen einfach umsetzen, auch wenn man mit diesen noch keinen konkreten Plan verfolgt.
Allein das ist ein Grund, warum ich diese beiden kreativen Frauen unbedingt in meiner Kolumne vorstellen will. Der zweite Grund: Auch ich bin dicht gesponnenes Flickwerk; da ich von der Personalreferentin über Personal Trainerin bis zum digitalen Schreibcoach immer meinem inneren Kompaß gefolgt bin.
Liebe Alicia, liebe Ricarda, ich wünsche euch von Herzen alles Liebe für diese wunderbare Vision, denn die Zeit ist reif, Arbeit und Leben vielfältiger zu leben.

Die Fragen an meine #LieblingsMarke:

Patchwork als Schlagzeile auf der ersten Seite … was stünde da?

A & R: „1 Person, 5 Rollen – so gelingts!“ 😉

Patchwork: Die Plattform für das große Ganze — Ein Blog darüber, wie wir heute Leben und Arbeit verbinden können.

„Ich mache mein Ding“, sagen viele Selbstständige. Was heißt das denn für dich? – Und weil wir gerade dabei sind: Erzähl uns doch auch gleich, wie du „Erfolg“ definierst.

A: Das heißt für mich, mein Leben und meine Arbeit eigenverantwortlich zu gestalten. Und ganz in Patchwork Manier heißt das auch, das ganz flexibel tun zu können. In den letzten Jahren habe ich meine Arbeit immer wieder meiner Lebenssituation angepasst. Ein bisschen mehr hiervon und weniger davon…

Erfolg zu haben bedeutet für mich, so frei sein zu dürfen, wie ich es sein möchte. (Also sehr ;)) Erfolgreich fühle ich mich außerdem, wenn ich und meine kleine Familie von dem, was ich mit großer Freude jeden Tag tue, auch noch leben können.

R: „Sein Ding machen“ müsste doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein – was sollen wir denn sonst hier machen? Für mich werden dabei zwei Komponenten immer wichtiger (und sind gleichzeitig meine Definition vorn Erfolg): dass dieses „Ding“ auch eine gewisse gesellschaftliche Relevanz hat oder zumindest in einem größeren Kontext gesehen wird, und dass es gar nicht immer nur ein Ding sein muss! Dafür machen wir ja die Patchwork-Plattform: um selber zu lernen, wie aus den vielen Dingen ein Gesamtgefühl entsteht, und um andere dabei zu unterstützen.

Für mich bist du ganz klar eine Marke. Siehst du dich/dein Business selbst so? – Was braucht es deiner Meinung nach, um zu einer Marke zu werden, die Kunden begeistert?

A: Hm, das würde ich mit einem glasklaren Jein beantworten. Mein Schreiben (egal ob Auftragsarbeiten oder literarisch) kann ich nicht so wirklich als Marke verstehen. Mein Business als Ernährungscoach sehe ich schon eher als Marke. Die Art, wie ich koche, wie ich coache – das ist mein Markenzeichen.

Und Patchwork ist auch eine Marke, unsere Marke, die natürlich aus vielen verschiedenen Teilen und Einflüssen besteht.
Wie man zu einer Marke wird, die Kunden begeistert? Das ist sehr unterschiedlich, finde ich. Bei kleinen Marken finde ich Ehrlichkeit & Authentizität (auch wenn das Wort abgelutscht ist) wahnsinnig wichtig. Nur dann kannst du mit deiner eigenen Begeisterung andere anstecken.

Ricarda und ich können mit Patchwork nur dann Menschen erreichen, wenn wir ehrlich mit uns und unseren LeserInnen/KundInnen sind.

R: Patchwork ist im Moment noch so neu, dass ich es selber bisher kaum als „Marke“ wahrnehme – aber ja, wir haben es natürlich so angelegt, dass für unsere Leser- und Hörer*innen ein Gefühl, eine bestimmte Stimmung entsteht.

Diese Stimmung nehme ich als Marke wahr, und die kann Kunden auch begeistern. Auch das sehe ich genau wie Alicia: Dafür braucht es (für eine Personenmarke) vor allem Offenheit und die Bereitschaft, sich wirklich zu zeigen – Menschen merken das meistens, wenn ihnen etwas angestrengt Konstruiertes hingestellt wird.

Supertoll zu sein, ein attraktives Produkt und großartige Ideen alleine reichen nicht aus. Wie und wo machst du neue Angebote sichtbar? 

A: Wir haben mit Patchwork eine tolle Website mit Blog und Podcast. Außerdem bespielen wir auch einige Social Media-Kanäle. Aber nur die, die uns Spaß machen.

R: Wir setzen für Patchwork stark auf Online-Marketing. Das bedeutet, dass unsere Blogartikel und Podcast-Folgen selbst ja schon kleine „Behälter“ sind, die sich gut teilen lassen, dazu kommt ausgewählt Social Media und ein großer Schwerpunkt auf Kooperationen und Interviews.

… es wird ja immer empfohlen, dass man so schreibt, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Wie siehst du das?

A: Auch hier wieder ein „Jein“. Bei manchen Marken und Projekten kann es Sinn machen, den Ton anzupassen. Für Patchwork schreiben wir aber definitiv so, wie uns der Schnabel gewachsen ist. Unsere Plattform lebt ja von unseren ganz persönlichen Erfahrungsberichten. Da wäre es sogar eher seltsam, wenn wir nicht so schreiben würden.

R: Da bin ich sehr dafür! Anders lässt sich der „shitty first draft“, also der miese erste Entwurf, gar nicht wirklich aufs Papier bringen, und ohne den geht das Schreiben nicht wirklich los. Die Frage ist dann vor allem, wie du mit diesem rohen Text umgehst – du kannst ihn auf Hochglanz polieren und die eine oder andere lebendigere Stelle drin lassen, oder du verwendest ihn ziemlich direkt so, wie er dir entsprungen ist. Beides ist völlig legitim, das hängt nur davon ab, wo du den Text einsetzen willst.

Für meine Kundinnen ist es oft hilfreich zu hören, dass es einfacher ist, ein Zuviel an Persönlichkeit wieder herauszustreichen, als später ein „bisschen was Persönliches“ in einen trockenen Text zu basteln.

Gerade in den ersten Jahren der Selbstständigkeit macht man ja oft mal komische Dinge oder gerät in peinliche Momente: Mit welchem Schwank aus deiner Business-Jugend würdest du mich zum Lachen bringen?

A: Für Patchwork habe ich da noch nichts, wir sind ja noch ganz neu. Und an so wirklich peinliche Momente kann ich mich in meiner Selbstständigkeit auch nicht erinnern. Aber in meinem Arbeitsleben: In meiner allerersten Festanstellung musste ich Social Media Workshops halten – in Kostüm und ganz steif. Das war und ist so gar nicht meins.

R:  Für Patchwork habe ich da auch noch nichts, aber für „Die gute Website“, mein Website-Projekt, hatte ich ganz am Anfang mal eine Phase, in der ich mich an Kaltakquise ausprobiert habe. Da habe ich dann verschiedenste Berater, die mit Selbständigen arbeiten, angeschrieben und ihnen von meinem Website-Online-Kurs erzählt. Einer hat dann tatsächlich reagiert und wir haben uns auf ein Lunch Date getroffen – und es war so furchtbar! Er mit Krawatte und super steif, ich gerade aus meiner WG angeturnt und völlig verpeilt, und das Gespräch hatte ich auch nicht richtig vorbereitet … Das war ein sehr zähes Mittagessen, und ich sehr froh, als es vorbei war.

Bei uns Selbstständigen geht es ja manchmal turbulent zu – mal rauf, mal runter. Welche innere Überzeugung, Eigenschaft oder Fähigkeit hilft dir, Krisen durchzustehen?

R: Die Überzeugung, dass ich die volle Verantwortung für mein Leben trage, das niemals anders wollte und nicht wollen würde. Die Erfahrung, dass es immer irgendwie ging. Und der Gedanke, dass es in unseren Leben gar nicht darum geht, möglichst oft glücklich zu sein, sondern möglichst ganz und vollständig wir selber zu werden – und da gehören die Aufs und Abs definitiv dazu.

A: Da kann ich mich Ricarda nur anschließen. Ich habe ein großes Vertrauen in mich und übernehme ganz bewusst die Verantwortung für mein Leben. Es ist immer irgendwie (gut) ausgegangen. Und wenn es nur irgendwie ausgegangen ist, habe ich meistens etwas daraus gelernt. Außerdem hilft es mir, die Dinge immer in Relation zu setzen. Was ist wirklich wichtig? Ist es jetzt so ein Drama, wenn ich mal eine berufliche Krise habe? Das geht auch wieder vorbei. Wie alles. Ich glaube an Liebe, an Freiheit und vor allem an das Leben. Das klingt groß und pathetisch, aber darum geht es doch, oder? Wir haben nur dieses eine Leben und wenn man bedenkt, wie kurz es ist, sollte man doch versuchen, es jede Minute bewusst zu erleben. Das ist mein Überzeugung und die hilft mir in schwierigen Situationen.

Die Marke hörbar machen. Wenn dein Lieblingsmusiker deiner Marke einen Song widmen würde? Was würden wir dann hören? Heavy Metal, Popsong oder Schlager? Und welche Zeile darf auf keinen Fall im Song fehlen?

A: Patchwork wäre definitiv ein Medley. Oder ein Remix. Aus all der Musik, die für mich und Ricarda eine Rolle spielt.

R: Genau – aber ein Medley, in dem jedes Musikstück auch ein bisschen Zeit bekommt! Also vielleicht so etwas ähnliches wie mein Spotify „Mix der Woche“, da finde ich immer Brahms neben hardcore Hip Hop neben schmalzigen Country-Liedern …
(Fotos: © Moritz Reich www.moritzreich.de)

Personenmarke

#LieblingsMarke

#LieblingsMarke ist Ulrikes Kolumne.
„Du bist meine #‎LieblingsMarkeDu bereicherst mein Leben. Macht’s es bunter, lustiger, vielfältiger. Ich lerne neue Dinge von dir, die du gerne im Netz teilst. Du zeigst mir den Menschen hinter deiner Website und den Social-Media-Kanälen. Manchmal bringst du mich zum Staunen, zum Weinen oder zum Lachen. Und wenn du mich mal ärgerst, verzeihe ich dir das sehr schnell … Ich möchte dich nicht mehr missen. Meine Leser möchten dich unbedingt kennenlernen. Ich freue mich auf deine Antworten in meinem Blog.“

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Erst deine Persönlichkeit macht dein Business einzigartig. Ich begleite Einzelunternehmer durch den gesamen Prozeß auf ihren Weg zur #Lieblingsmarke. Von der Markenberatung, über Schreib-Coaching bis hin zur fertigen Webseite bekommst du alles aus einer Hand.