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	<title>Pilgern Archive - Ulrike Zecher – Markenberatung | Schreibcoaching</title>
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		<title>Reisebericht Bergisch Pilgern Tag 2</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulrike Zecher]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 06:07:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Experimente + Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Pilgern]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Wandern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Wo ist mein Schokoladen-Osterhase?&#8220; Tag 2 &#8211; Wermelskirchen bis nach Altenberg/Odenthal (ca. 23 km) 08.00 Uhr Ostersonntag. Frühstücksraum. Blauer Himmel, 2 Grad und heute ganz viel Sonne &#8211; nicht nur im Herzen. Auf ein ausgiebiges Osterfrühstück mit meiner Pilgerschwester Rita am Tisch und Pilgerhund Lena unterm Tisch freue ich micht jetzt. Voller kindlicher Vorfreude auf [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8222;Wo ist mein Schokoladen-Osterhase?&#8220;</p></blockquote>
<h2>Tag 2 &#8211; Wermelskirchen bis nach Altenberg/Odenthal (ca. 23 km)</h2>
<h3>08.00 Uhr Ostersonntag. Frühstücksraum.</h3>
<p>Blauer Himmel, 2 Grad und heute ganz viel Sonne &#8211; nicht nur im Herzen. Auf ein ausgiebiges Osterfrühstück mit meiner Pilgerschwester Rita am Tisch und Pilgerhund Lena unterm Tisch freue ich micht jetzt. Voller kindlicher Vorfreude auf einen schön gedeckten Tisch betrete ich gut gelaunt den Frühstücksraum unserer &#8222;Herberge&#8220;. Statt einer freundlichen Begrüßung erwartet uns zunächst eine barsche Aufforderung seitens des Hotelinhabers, den Hund anzuleinen. Ich bin enttäuscht, es gibt auf dem Tisch keine österliche Dekoration, keine frische Frühlingsblume und das Allerschlimmste: kein Schokoladen-Osterhase weit und breit. Vielleicht hat der <em>freundliche</em> Hotelier alles irgendwo im Frühstücksraum versteckt? Sehr bestimmt erinnere <strong>ich</strong> jetzt nun die Kellnerin daran, dass heute <strong>Ostern</strong> sei&#8230; Rita muss innerlich schmunzeln: die gestrigen 19 Kilometer Jakobsweg machen noch nicht ganz so gelassen&#8230;aber 2.300 km schon, das ist die Strecke die Rita im letzten Jahr nach Santiago de Compostela zurückgelegt hat. Mittlerweile habe ich Ritas Lieblings-Pilgerspruch schon verinnerlicht:</p>
<blockquote><p>Wenn eine Tür zu geht, öffnet sich immer eine neue.</p></blockquote>
<p>Heißt für mich übersetzt:</p>
<blockquote><p>Wenn ich hier keinen Osterhasen bekomme, dann bekomme ich ihn halt woanders&#8230;</p></blockquote>
<p>Nachdem wir die Rechnung bezahlt haben, erklärt uns der Inhaber des Hotels den schönsten Weg von hier aus nach Altenberg. Mit einem Lächeln verlasse ich das Hotel und freue mich auf die Auenlandschaft des Eifgenbachtals.</p>
<h3>Da ist Gras drüber gewachsen</h3>
<p>Die Sonne macht einfach gute Laune. Der Weg ist leicht. Es riecht nach Frühling. Das Grün leuchtend ganz satt. Nach ein paar Lockerungsübungen gibt mir Rita den Impuls, auf dem Weg Dinge, die mein Herz berühren, zu sammeln. Die nächste Stunde genießen wir im Schweigen. Mich berührt das grüne Moos und ich denke an den Spruch: &#8222;Da ist Gras drüber gewachsen&#8220;. Aus dem Alten entsteht mit der Zeit etwas Neues, es erfährt eine Wandlung. Auf einer Lichtung zeigt mir Rita ihre gesammelten &#8222;Dinge&#8220; und liest mir den Psalm 23 vor. In diesem Moment fühle ich keinen Mangel mehr, sondern großen Reichtum. Mittags kehren wir in der Rausmühe ein, wo sich beim Mittagessen ein sehr intensives Gespräch entwickelt. Und das ist der Moment, den ich in meiner Arbeit den <strong>X-Faktor</strong> nenne. Nein, damit meine ich nicht die neuste Wimperntusche, sondern  den Moment zwischen Coach und Coachee, wo sich auf energischter Ebene etwas veränderrt. Es erfährt Heilung. Auch ich habe etwas in meinem Lebens-Rucksack, was ich auf dieser Pilgerreise loslassen möchte. Ich fühle mich im wahrsten Sinne des Wortes nach dem zweistündigen Gespräch mit Rita erleichtert.</p>
<h3>Altenberger Dom, Osterhase, Freundliche Herbergseltern</h3>
<p>Beschwingt geht es weiter zum Altenberger Dom. Als wir in dort eintreffen, wartet Ritas Mann Torsten auf uns, um Lena mit dem Auto abzuholen. Und da ist er im Kofferraum: mein <em>Schokoladen-Osterhase</em> samt Nest. Jetzt bin ich sprachlos, ich weiß nicht, was mich gerade glücklicher macht: die mystische Atmosphäre im Altenberger Dom oder diese freundliche Geste von Rita und Torsten. Mit einem Kuss verabschiede ich mit mich jetzt von unserem Pilgerhund Lena. Jetzt noch einmal 1,5 Stunden laufen bis zu unseren Herbergseltern&#8230; Gegen 21.00 Uhr stehen Rita und ich vor unserer privaten Unterkunft. Für unsere Gastgeber sind wir bisher Fremde, doch als aktive Christen steht ihr Haus für Pilger offen. Mitten in Deutschland &#8211; in Odenthal. Ich bin sehr gespannt. Ein sympthisches Ehepaar &#8211; beide um die 60 Jahre &#8211; öffnet uns freundlich die Tür und schaut uns neugierig an. Obwohl wir schon im Dorf gegessen haben, wird uns hier eine frische Hühnersuppe serviert. Vor dem Essen wir beten wir. Als dann der &#8222;Big Ben&#8220; ertönt, muss ich innerlich schmunzeln: meine Eltern haben dieselbe Standuhr. Schnell noch ein paar Notizen in mein <a href="https://ulrikezecher.de/schreiben/biografie_blackout_poetry">Tagebuch</a> und dann ab ins Bett.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Reisebericht Bergisch Pilgern Tag 1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulrike Zecher]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 06:07:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Experimente + Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Mikroabenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Pilgern]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Statt Schokoladenosterhase gibt es dieses Jahr zu Ostern ein besonderes Geschenk: ein Pilgerwochende im Bergischen Land: Von Wuppertal-Beyenburg bis zum Kölner Dom (ca. 65 km) zu Fuß in drei Tagen lautet das Angebot meiner Pilgerführerin Rita Brennicke, mit verschiedenen Impulsen, kleinen Aufgaben, Geschichten und Psalmen wird sie unsere kleine Pilgergruppe auf diesem Teil des deutschen Jakobsweg begleiten. Tag 1 [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ulrikezecher.de/abenteuer/bergisch-pilgern-tag-1-sich-selbst-neu-begegnen">Reisebericht Bergisch Pilgern Tag 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://ulrikezecher.de">Ulrike Zecher – Markenberatung | Schreibcoaching</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Statt Schokoladenosterhase gibt es dieses Jahr zu Ostern ein besonderes Geschenk: ein Pilgerwochende im Bergischen Land: Von Wuppertal-Beyenburg bis zum Kölner Dom (ca. 65 km) zu Fuß in drei Tagen lautet das Angebot meiner Pilgerführerin <strong>Rita Brennicke, </strong>mit verschiedenen Impulsen, kleinen Aufgaben, Geschichten und Psalmen wird sie unsere kleine Pilgergruppe auf diesem Teil des deutschen Jakobsweg begleiten.</p>
<h2>Tag 1 &#8211; Wuppertal-Beyenburg nach Wermelskirchen (ca. 19 km)</h2>
<p><strong>09.40 Uhr</strong> &#8211; Rita, Thomas, Stefan, unser Pilgerhund Lena und ich starten in der Mittelgebirgsregion Bergisches Land an der Wupperbrücke Porta Westfalica. Das Wetter ist ziemlich &#8222;uselig&#8220;: Regen, Hagel und gefühlte 0 Grad. Ich bin froh, dass ich in meinem kleinen Tagesrucksack (nur 5,7 kg und wirklich alles drin) auch Schal, Handschuhe und Mütze eingepackt habe. Das Thema <strong>WÄRME</strong> wird mich an diesem Tag noch oft begleiten. 🙂</p>
<p>Vor der Klosterkirche Wuppertal-Beyenburg steht die Statue von Maria Magdalena.<br />
Zwei spannende Dinge erfahre ich über sie: Maria Magdalena wurde von Engeln ans Grab von Jesus gerufen und sie war die <em>erste</em> an seinem Grab. Meine Phantasie geht gerade mit mir durch, als ich mit Sandras &#8222;Maria Magdalena&#8220; im Ohr die Klosterkirche betrete.</p>
<!--YouTube-Fehler: falsche URL eingegeben-->
<h3><strong>Die Bedeutung des Pilgerns</strong></h3>
<p>Pita hält uns einen kurzen Vortrag über die Bedeutung und die Historie des Pilgerns.<br />
Pilgern ist immer <strong>Aufbruch</strong> ins Fremde und Ungewisse, bedeutet das <strong>Lolassen</strong> vom Bewährten. Der Pilger wird auf seiner Reise in Kontakt mit seinen eigenen <strong>Widerständen</strong> kommen und wenn er diese überwindet, findet die Wandlung, die <strong>Transformation</strong> seiner Persönlichkeit statt. Nach dem Wiederankommen in der Heimat gilt es das <strong>Neue</strong> in den Alltag zu <strong>integrieren</strong>.</p>
<p>Ritas Worte berühren mich sehr, all das Gesagte kenne ich aus meinem Leben. Mit einem Segen und der <strong>Pilgermuschel</strong> verlassen wir die Kirche. Ab jetzt bin ich nicht mehr allein, denn ab dem heutigen Tag begleiten mich 2 Pilgerbrüder und 1 Pilgerschwester. Und natürlich Lena unser phantastischer Pilgerhund. So schnell kann man manchmal Geschwister bekommen&#8230;</p>
<p>Mir wird einfach nicht warm, ich finde meinen eigenen Geh-Rhythmus nicht, da meine Pilgerbrüder an jeder Brücke stehen bleiben und fotografieren müssen. <em>Oh, Gott</em> &#8211; ist dies schon der erste Widerstand, den es gilt zu überwinden, und zwar zwei leidenschaftliche fotografierende Pilgerbrüder. 🙂<br />
Endlich der nächste Berg ist in Sichtweise, nach einem richtig steilen Anstieg wird mir endlich warm. Und gleichzeitig bin ich mit meinen neuen Brüdern wieder versöhnt.</p>
<p><strong>13.30 Uhr</strong> &#8211; Wir treffen in der Geburtsstadt Wilhelm Conrad Röntgens ein. Remscheid-Lennep hat einen wunderschönen historischen Altstadt-Kern. Allerdings fühle ich sofort, hier stimmt was nicht: bis auf ein paar Kinder sind wir die einzigen Menschen auf der Straße. Da sehnt sich meine rheinische Frohnatur nach dem lebendigen Düsseldorf. Wir kehren in einer hiesigen und geöffneten! Pizzeria ein. Nach dem Essen kommt mit der Farbe in meinem Gesicht auch meine gute Laune wieder, so dass wir vier über unterschiedliche Stadtteil-Konzepte für Lennep diskutieren.<br />
Wie wäre es hier auch mit einer Vision ähnlich wie &#8222;Maria im Schnee&#8220; unken wir vier?</p>
<p><strong>15.00 Uhr</strong> <strong>Aufbruch</strong> &#8211; Lennep zeigt sich bald mit seinem Industriegebiet von der hässlichen Seite. Während ich schnell weitergehe und auch hier das Schöne suche, fotografiert mein Pilgerbruder Thomas begeistert sogar die &#8222;Bronx&#8220; von Lennep, Wie schön, wieder etwas Neues über mich gelernt: selbst in meiner Freizeit schaue ich &#8222;ressourcenorientiert&#8220;. Tpische Eigenschaft eines Coachs.</p>
<p>Nach 30 min endlich wieder im Wald. Meine <strong>&#8222;doors of perception&#8220;</strong> öffnen sich. Mein Geist wird ruhiger, ich finde meinen eigenen Rhyhtmus und falle in eine Art Geh-Meditation. Rita gibt uns noch zwei Impulse auf den Weg  &#8222;Achtsames Gehen&#8220; und von der &#8222;Erde getragen werden&#8220;. Ein gutes Gefühl von der Erde oder von etwas Höhrerem getragen zu werden &#8230; ich schaue zwei Vögeln nach und fühle mich gerade sehr frei und glücklich &#8230;</p>
<p><strong>18.00 Uhr</strong> &#8211; Wir treffen in unserem Hotel in Wermelskirchen ein, nach einem gemeinsamen Abendessen mit Kölsch verabschieden sich Thomas und Stefan von uns. Die nächsten Tage werde ich mit Rita allein pilgern.</p>
<p>&#8222;Die Karte ist nicht das Gebiet&#8220; sagt der <a href="https://ulrikezecher.de/schreibcoach">SchreibCoach</a>, nachdem in unseren reservierten Einzelzimmern die Heizungen komplett ausgefallen sind, müssen wir gegen 22.00 Uhr unsere Pläne ändern.<br />
Wir haben Glück, fußläufig gibt es noch ein Doppelzimmer in einem hundefreundlichen Hotel.<br />
Als wir unsere neue Unterkunft für diese Nacht ansteuern, schaue ich auf Ritas buckeliges Aussehen mit dem Regencape über ihrem Rucksack und muss an Josef und Maria denken, als sie am 23.12. eine Herberge suchten. Wermelskirchen erscheint mir an diesem Samstagabend genauso verlassen und kalt&#8230; <a href="https://ulrikezecher.de/abenteuer/bergisch-pilgern-tag-2-sich-selbst-neu-begegnen">Teil 2</a></p>
<p>Während einer Pilgerreise zu schreiben, ist ein wunderbarer Ort. Du willst auch mal<a href="https://ulrikezecher.de/marketing/drei-dinge-braucht-ein-blogger"> woanders schreiben?</a> Dann empfehle ich dir mein Schreiblaune-Spiel.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ulrikezecher.de/abenteuer/bergisch-pilgern-tag-1-sich-selbst-neu-begegnen">Reisebericht Bergisch Pilgern Tag 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://ulrikezecher.de">Ulrike Zecher – Markenberatung | Schreibcoaching</a>.</p>
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