Darf man sein Anschreiben von Profis pimpen lassen? fragt Jochen Mai in der Blogparade auf der Karriebibel. Na, klar, lautet meine Antwort als Schreib-Coach. Und ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: ich würde es den meisten Bewerbern ans Herz legen.

Mit Worten die richtige Wirkung erzielen

Eine Bewerbung ist ja ein bisschen wie Flirten: Die Haare und der Körper werden in Form gebracht, die neusten Klamotten angezogen, ein Hauch vom Lieblingsparfüm aufgetragen, schnell noch die Schuhe geputzt und auf zum coolsten Lokal in der Stadt.

Wenn man dort auf seinen Traumpartner trifft, ergreift man mutig die Chance und spricht sie oder ihn an. Doch der Null-Acht-Fünfzehn-Anmachspruch ist nicht zielführend und man bekommt einen Korb…

Worte wirken einfach – nicht nur beim Flirt-Objekt, sondern auch beim Personaler, der bei dem Satz „…ich interessiere mich sehr…“ gähnend über dem Motivationsschreiben einschläft.
Also warum dann nicht das Besondere wagen? Selbstverständlich typgerecht und abhängig vom jeweiligen Personal Branding. Schließlich kann man aus einem Golf keinen Porsche machen, aber man darf den Golf ruhig tunen und mit dieser Feinabstimmung das Beste aus ihm herausholen.

Die eigene Bewerbung tunen

Jetzt fragen Sie sich sicherlich, wie Sie Ihre eigene Bewerbung aufpolieren können. Mit oder ohne professionelle Unterstützung.
Vielleicht bauen Sie als Ingenieur erfolgreich jeden Tag Brücken, aber beim ersten Satz in Ihrem Motivationsschreiben blockieren Sie? Als Webdesignerin gestalten Sie wunderschöne Webseiten für andere, aber für eine gelungene Selbstdarstellung 2.0  fällt Ihnen nix ein?
Wenn Sie seit einigen Tagen ständig auf ein weißes Blatt Papier starren, dann helfen Ihnen meine zwei Tipps:

Hier meine zwei wichtigsten Tipps:

1. Weg mit dem Business-Teflon

Gerade, wenn wir etwas besonders gut machen wollen, setzen wir uns extrem unter Druck und dadurch verändert sich unser Schreibstil. Wir schreiben hochgestochen, gestelzt, irgendwie beschichtet. Die Sätze werden immer länger, verschachtelter und damit für andere immer unklarer.
Schluß damit!
Ihre Bewerbung darf ruhig menscheln. Zeigen Sie mit Ihrer Schreibe, welcher Mensch dahinter steckt. Schürfen Sie bei sich selbst nach Gold oder lassen Sie sich dabei helfen. Spielen Sie mit Ihren Talenten und Ihren Brüchen im Lebenslauf. Und bleiben Sie dabei immer an der (Ihrer) Wahrheit.

2. Kicken Sie Hirngespinste einfach weg

Wenn Sie frisch den Arbeitsplatz verloren haben oder sich die Zeit des Bewerbungsverfahrens wie Kaugummi hinzieht, dann melden sich im Kopf manchmal diesen fiesen kleinen Teufel von:

  • „Das kann ich nicht.“
  • „Das macht man so nicht.“
  • „Das steht mir nicht zu.“
  • „Ich bin nicht genug.“
  • „Das ist nicht perfekt.“

Wenn Sie in diesem Moment eine Bewerbung texten, fließen alle Selbstzweifel in jeden Buchstaben ein. Also ist der erste Schritt, sich diese Glaubensgrundsätze bewusst zu machen und im zweiten Schritt sich etwas Gutes tun. Das bedeutet für jeden etwas anderes: Legen Sie sich für solche Tage eine persönliche #GutestunListe an.

P.S. Wer seine Bewerbung noch mehr pimpern möchte, dreht am besten ein YouTube-Video

Das Fazit der Blogparade finden Sie hier.

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Erst deine Persönlichkeit macht dein Business einzigartig. Ich begleite Einzelunternehmer durch den gesamen Prozeß auf ihren Weg zur #Lieblingsmarke. Von der Markenberatung, über Schreib-Coaching bis hin zur fertigen Webseite bekommst du alles aus einer Hand.

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