Mit Worten flirten

Mit Worten flirten

Worte wirken in der geschäftlichen Korrespondenz. Auch manchmal daneben. Lange Schachtelsätze, gestelztes Expertenblabla, unfreundliche E-Mails, kryptische oder gar keine Antworten.
Dabei wollen wir doch eigentlich mit unserer elektronischen Post Auftraggeber, Kollegen oder Kunden für uns und unser Anliegen gewinnen.
Das gelingt uns nur, wenn sich der Empfänger nach dem Lesen einer geschäftlichen E-Mail besser und nicht kotzübel fühlt.
Damit dir das nicht passiert oder du sogar um Absolution bitten musst, habe ich heute die schlimmsten E-Mail-Sünden zusammengefasst. 🙂

Header – Der Kopf der E-Mail

  • Absender: Hansi-Mausi.gmx – statt einer geschäftlichen E-Mail-Adresse nutzt du versehentlich einen privaten Account.
  • Du besitzt als Selbstständiger überhaupt keine geschäftliche Mail-, sondern nutzt free-Mail-Adressen von web, gmx, t-online.
  • Schnell verklickt und schon geht deine Mail an den falschen Empfänger.
  • An alle: Nach dem Motto „eine für alle“ geht eine Kopie deiner Mail an möglichst viele Menschen. Egal, ob der Inhalt für sie relevant ist.
  • CC-Empfänger: Oder du petzt lieber mit der Carbon Copy.
  • Über Facebook und sein Datenschutz kannst du dich stundenlang aufregen; bei deinen Rundmails sind alle Empfänger für alle anderen sichtbar.
  • Du lässt die Betreffzeile leer.
  • Dein Betreff „Angebot, Gespräch, Bewerbung“ ist allgemein, langweilig und austauschbar formuliert.
  • Dein Betreff bezieht sich gar nicht auf den Inhalt.
  • Dein Betreff bezieht sich auf eine längst erledigte Sache.

 Body – Der Inhalt der E-Mail

  • Die Anrede fehlt.
  • Du schreibst den Namen des Empfängers falsch.
  • Du verwechselt Frau und Herr.
  • Du duzt, obwohl ein Sie angemessen wäre.
  • Mit vielen Fremdwörten und anderem Experten-Blaba willst du zeigen, wie toll du bist.
  • Du schreibst lange, unverständliche Schachtelstätze ohne Überschriften und Gliederung und der Empfänger geht verloren in dieser Textwüste.
  • Selbst am Ende kommst du nicht auf den Punkt.
  • Bloss keine lebendigen Verben, sondern lieber im toten Hauptwörterstil schreiben.
  • Du schreibst kryptisch, so dass dich der Empfänger auf jeden Fall falsch verstehen muss.
  • Schnell unpersönliche Copy-Paste-Texte raushauen, um den Empfänger zu ent-(be)geistern. Ideal als Serienbrief.
  • ichbinhipsterundverzichteaufkleinundgroßschreibungundaufkommata
  • Huhu,,, wer bin ich? Du versendest auf gar keinen Fall eine digitale Visitenkarte, damit der Empfänger dich anschließend googeln kann.
  • Alarmstufe eins. Du bist wichtig. Deine Mails natürlich auch. Alles daher immer mit der höchsten Priorität verschicken.
  • Storytelling ist auch im Business jetzt in. Also als Einstieg erst einmal eine kleine Geschichte erzählen. Du letzte Woche mit Tante Renate, Onkel Heinz und den Kindern im Kölner Zoo. Erst bei den Elefanten, dann bei den Giraffen und zum Schluß der Besuch im Affenhaus. Als sich der dreijährige Denis auf dem tropischen Boden suhlte, gab es zur Belohnung ein paar Pommes. Lecker – diese neuartigen Toppings. Früher gab es Ketchup, heute Wasabi-Mayo. Oder heißt es Mayo-Wasabi…?
  • Zeit ist Geld. Ein freundliches Wort oder ein Danke schön? Nein, du legst sofort mit deinem Anliegen los.
  • Zeit ist Geld. Gesendet mit dem I-Phone von unterwegs. Schnell mal zwischendurch im Telegrammstil antworten.

Anlagen

  • Huhu,,, wer bin ich? Du versendest auf gar keinen Fall eine digitale Visitenkarte, damit der Empfänger dich anschließend googeln kann.
  • Du verschickst Anlagen, die keiner benötigt.
  • Du versendest Bilder in der falschen Auflösung. Mal zu groß, mal zu pixelig.
  • Du vergisst die gewünschten Anlagen.
  • Du versendest Bilder in der falschen Auflösung. Mal zu groß, mal zu pixelig.
  • Die Anlagen sind schreibgeschützt und der Empfänger kann sie nicht öffnen.
  • Der Empfänger bekommt die letzten Fotos von Renate, Heinz und Denis im Kölner Zoo.
  • Oder sehr beliebt: Die Anlage erhält einen Virus.

Was sind deine schlimmsten E-Mail-Sünden, die du dir zum Glück verziehen worden sind? 🙂

P.S. Du willst schöner schreiben lernen und dabei gewinnen: Den Traumjob, Wunschkunden oder das nächste Projekt. Dann freue ich mich auf deine E-Mail.

 

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