Wir Blogger*innen sind Magier

Wir reihen nicht nur Wort an Wort einander, sondern erschaffen für unsere Leser etwas Neues. Wir sind Autor*innen. Ganz ohne Drogen. Ohne „Whiskey on the Rocks“  destillieren wir unsere heiteren Schreibareale.
Wir brauchen keinen Kasten Bier, um morgens überraschend festzustellen, dass wir im Suff einen Bestseller wie „Carrie“ geschrieben haben.
Wir Blogger*innen sind Magier; wenn wir es richtig anpacken. Mit nur drei Schreibzutaten – ohne alchimistische Zaubersprüche – können wir unsere Schreiblaune selbst steuern.
Prost! Allein dieser Gedanke lohnt sich im Gehirn zergehen zu lassen. Drei Dinge. Du brauchst drei Dinge, um deine Schreibprozesse zu steuern, wenn du gutgelaunt für dein Business bloggen willst.

  1. Der passende Schreibort
  2. Die bekömmlichen Rituale
  3. Der perfekte Zeitpunkt

Der passende Schreibort

Die Wahl deines Schreibortes hat Auswirkungen auf deine inneren Schreibprozesse. Wenn du bei sommerlichen 31 Grad im Schatten eines Baumes sitzt, werden dich andere Dinge inspirieren, als wenn du in einem Wiener Kaffeehaus das Sahnehäubchen deines Einspänners genießt.
Selbst die Facetten des Sahnehäubchens, die du beim Schreiben aus deinem Unterbewusstsein förderst, werden unterschiedlich sein.
Wichtig für dich als Einzelunternehmer*in ist, mit den Orten während der sechs Schreibphasen zu experimentieren, um dir das Bloggen so bekömmlich wie möglich zu gestalten.
Zum Beispiel kann es für dich ideal sein, das konkrete Blogthema (Schreibphase 1, siehe Grafik) an einem klassischen Ort zu recherchieren. Vielleicht am Schreibtisch im Homeoffice oder agil im Austausch mit anderen in einem Coworking-Space.
„Bloß kein Tisch, lieber die Badewanne“. Du experimentierst eher mit ungewöhnlichen Schreiborten, um deine Kreativität bei der Themenrechere zu befeuern.

Oder bist du der Bahn-Feinschleifer-Typ? Das Feinschleifen (Schreibphase 5, siehe Grafik) – also die Überarbeitung des Blogartikels – gelingt dir besonders gut, wenn du in der Bahn sitzt und zwischendurch aus dem Fenster schaust.
Ich empfehle meinen Schreibcoachees Blogartikel für die Reise auszudrucken, um den Artikel in den Händen zu erspüren. Das IPhone oder dein PC kann nicht das Sinnliche des Schreibens transformieren. Auch durch das Überarbeiten mit deinem Lieblingsstift bist du näher mit dem Schreibunterbewusstsein verbunden. Zu meinem Blogger-Handgepäck gehört daher immer der „Jumbo Grip“ von Faber Castell. Das ist exakt das Modell, das sich ein Metzger hinter die Ohren klemmt …

Fazit: Deine Umgebung beeinflusst deine innere Schreibstimmung.

Die bekömmlichen Schreib-Rituale

Rituale sind feste Gewohnheiten, die du regelmäßig über mehrere Monate/Jahre nach einem festen Ablauf tust, ohne dabei nachzudenken. Wenn ich den Entwurf eines Blogartikels schreibe, bringe ich mein Gehirn seit Jahren immer mit derselben Meditation-Musik zum Laufen.
„Juhu, es geht wieder los. Ulrike schreibt. Wir sind alle am Start. Fünf, vier, drei, zwei, eins – Schreib.“ Meine Synapsen grooven sich sekundenschnell aufs Schreiben ein, wenn sie die ersten Takte hören. Wie im Pawlowschen Experiment reicht die Musik allein aus, damit meine Synapsen vor Vorfreude anfangen zu sabbern.
Ich muss dir nicht erwähnen, dass ich spätestens ab diesem Zeitpunkt offline bin. Ich daddel nicht auf meinem Instagram- oder Youtube-Kanal herum, um herauszufinden, ob mein Blogartikel irgendwo im Netz aufmerksam erregt. 🙂
Neben der Musik booster ich mich mit Jasmintee aus meiner Lieblingstasse und lockerer Schreibkleidung.
Rituale sind die kleinen Brüder des Schreibens; genau wie dein Schreibtalent entwicklen sich Rituale über mehrere Jahre. Sie sind nicht einfach da. Gewohnte Handlungen schenken dir Orientierung, Ruhe und Sicherheit. Nicht zu unterschätzende Tatsachen, wenn deine Muse jemanden anders küsst und du ganz allein für gute Schreiblaune sorgen darfst.

Fazit: Rituale bewirken einen Schreib-Reflex.

Der ideale Zeitpunkt

„Ich bin der absolute Early-Bird-Schreibtyp.“ Direkt nach dem Frühstück habe ich mein kreativstes Schreibfenster. Zwischen 06.00 und 09.00 Uhr arbeite ich effektiver als zu anderen Zeiten. Wenn ich an größeren Schreibprojekten arbeite, kann es sogar passieren, dass ich nachts aufwache, um zu schreiben.
Als Blogger*innen wollen wir relevante Blogartikel für unsere Leser schreiben und gleichzeitig unsere Arbeitszeit sinnvoll nutzen. Aus diesem Grund ist es wichtig, nicht nur seine kreativen Hochs zu kennen, sondern diese täglich fürs Bloggen zu erwischen.
„Mir ist langweilig“, ruft mein Gehirn. Damit es meinem Gehirn auf Dauer nicht zu seniorig wird, spiele ich mit meinem Bio-Rhythmus. Legendär ist für mich die nächtliche Schreibwerkstatt gewesen, in der ich von 20.00 Uhr bis 06.00 Uhr morgens mit anderen an Texten gearbeitet habe. Das war ein Gaudi!

Fazit: Kenne und nutze deine Schreibfenster!

Das Schreiblaune-Spiel

Um dich aus deiner Schreibroutine spielerisch herauszuholen, habe ich ein simples Schreiblaune-Spiel für dich entwickelt.
Es hilft dir bewusst zu machen, dass du deine Schreibstimmung selbst steuern kannst. Bei dem Beispiel gehe ich davon aus, dass du Einzelunternehmer*in bist und beruflich für dein Business bloggst. Du arbeitest selbstständig und kannst entscheiden, wo, wann und wie du arbeitest.
Drucke diese Grafik oder pdf-Datei aus. Jetzt hast du ein Papier-Spielfeld. Nimm‘ einen Würfel. Würfel. Dort, wo der Würfel liegenbleibt, ist der Ort, Ritual oder Zeitpunkt für deinen Blogartikel. Die Schreibphasen des Blogartikels sind fix, die kannst du dich nicht verändern.

Ich freue mich sehr, wenn du deine neuen Schreiberlebnisse hier in den Kommentaren mit mir teilst. ich wünsche dir viel Freude mit meinem Schreiblaune-Spiel.

Beeinflusse als Blogger deine Schreibstimmung mit Ort, Ritual und Zeit.

Beeinflusse als Blogger deine Schreibstimmung mit Ort, Ritual und Zeit.

 

Schreiblaune-Spiel

 

 

 

 

 

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