Immer wieder mal hört man den Rat, bestimmte Wörter auszutauschen, z. B. „will ich“ statt „muss ich“, und sowas. Du kennst das sicher! Ich bin da zwiegespalten, denn einerseits hat das seine Berechtigung, aber nur mit dem Austauschen ist es ja nicht getan, wenn wir trotzdem innerlich anderer Ansicht sind. 

Dennoch empfehle ich dir heute, das „vielleicht“ in die Tonne zu treten, wenn es um Vorhaben geht, die dir wichtig sind. Denn damit baust du dir von vornherein ein Hintertürchen, das direkt zum Verschieben oder zum „doch nicht“ einlädt. 

Das Loslassen des „Vielleicht“ fällt vermutlich gar nicht so leicht:

  • Wir hören es den ganzen Tag, im Job und auch privat: Das wird einerseits zu einer Gewohnheit, die wir gar nicht immer bewusst wahrnehmen, andererseits aber nimmt es Verbindlichkeit. 
  • Es ist ein Sicherheitsnetz: Wenn wir nicht dazu gekommen sind, es nicht ganz durchziehen oder es um eine Sache geht, wo wir Angst vor der eigenen Courage bekommen, können wir uns immer noch aufs Vielleicht berufen. 
  • „Gleich und gleich gesellt sich gern“: Das gilt auch für Menschen, die häufig das Wort vielleicht benutzen. Da kann man sich gegenseitig bedauern oder runterziehen, es fühlst sich bequem für uns an. Und weil es die anderen auch so halten, ist es okay, nicht in die Pötte zu kommen.

Wenn du das Wort „vielleicht“ streichst, bringt das natürlich ein Commitment mit sich: Du legst dich fest. Das bringt eine ganz andere Verpflichtung mit sich, die – je nachdem, worums geht – durchaus mal Schiss auslösen kann.

Doch das lohnt sich, denn: 

  • Es fühlt sich ganz anders an, wenn du dein Vorhaben als Tatsache in den Raum stellst und nicht direkt mit einem Fragezeichen versiehst.
  • Du stichst aus der Masse hervor, indem du deutlich und uneingeschränkt dir und deiner Umwelt mitteilst, wofür du einstehst und was du erreichen willst. 
  • Das bringt dir Klarheit – und dein Umfeld schätzt die klare Ansage, wenn statt einem Vielleicht ein Ja oder Nein kommt.
  • Es kann natürlich mitunter angreifbar oder verletzbar machen, wenn es um etwas geht, wo andere schon mal denken: „Er/sie hat Flausen im Kopf.“

Darum gibt es nur eine Frage: 

  • Tut mir dieses Wort gut?
  • Tut es mir nicht gut?

Das ist dein Sprungbrett, ob du handelst oder nicht handelst. Dazwischen gibt es nix. 

Wenn du in deinem Leben wirklich etwas verändern willst/darfst/musst, empfehle ich dir, das „vielleicht“ zu streichen. Erst, wenn du dieses Füllwort weglässt, kommst du ins Tun.

Fotoquelle: Streetart Köln-Ehrenfeld

 

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