Die Queen und ich feiern unsere Jubiläen. Am 06. Februar 2022 ist die englische Monarchin 70 Jahre im Amt und ich bin am 28. Februar 25 Jahre selbstständig. Ein wunderbarer Moment, sich gegenseitig zu gratulieren und jede Menge Konfetti über die Kronen zu werfen.

Die Queen und mich verbindet nicht nur das Jubiläum, sondern wir sind beide sehr kreative Personen. –  Glaubst du nicht? Dann lese meine königlichen Tipps, um kreativer zu texten.

Königlicher Tipp Nr. 1: Pflege deine Rituale!

Egal, wo die Queen auf der Welt unterwegs ist, sobald ihr innerer „Big Ben“ auf 17.00 Uhr springt, schlürft Elisabeth eine Tasse Early Grey. Natürlich mit einem Hauch Milch, dazu ein Scone und ein Gurken-Sandwich.
Mein Fünf-Uhr-Tee ist ein warm-holziger Zirbenduft, den ich morgens um 08.00 Uhr in meinem Home-Office versprühe. Ein Duft geht unmittelbar in unser Unterbewusstsein und boostert die gewünschten Emotionen. Zirbendurft sorgt bei mir für Klarheit und Konzentration und befeuert mein Schreibgehirn: „Haha, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt und getextet.“ Das Großartige an Ritualen ist, dass sie sich verselbstständigen, je öfter, du sie anwendest.
Damit entwickeln sie eine ähnliche Wirkung wie beim Experiment mit dem pawlowschen Hund: Irgendwann reicht die Glocke allein aus, um Speichelfluss zu erzeugen. Mein Zirbenduft bringt mich zwar nicht zum Sabbern, aber auf jeden Fall in den Schreibflow.

Königlicher Tipp Nr. 2: Führe ein Chearleading-Tagebuch!

„Sei bescheiden wie eine Rose …“ diesen Satz hat König Georg VI. seiner Tochter Elisabeth sicherlich nicht mit auf den Weg gegeben, um sie auf die Aufgabe als spätere Monarchin vorzubereiten.
In meiner Grundschulzeit bin ich dagegen mit solchen Poesie-Sprüchen zur Bescheidenheit erzogen worden. Heute feiere ich meine Erfolgs-Momente als Markenfrau und Schreibcoach. Wenn mir Kund*innen oder ein Auftraggeber eine schöne Rückmeldung für meine Arbeit geben, drucke ich sie mir aus und klebe sie voller Stolz in mein Chearleading-Tagebuch. Bei einer neuen Herausforderung schnappe ich mir mein Tagebuch. Mit dem Schwelgen in Erfolgserlebnissen wird mein Schreibgehirn befeuert – fast so als würden meine Synapsen Macarena tanzen.

Königlicher Tipp Nr. 3: Mache blau!

„Blau, blau, blau sind alle meine Kleider“, das gilt für die Queen und für mich. Blau gehört absolut zu meinen Lieblingsfarben. Und bei dieser Farbe denke ich auch ans Blaumachen. Als freie Texterin und Markenfrau gönne ich mir regelmäßig Pausen, damit die eigene Kreativität flutscht.
Seitdem ich wieder Yoga praktiziere, weiß ich, was ich alles beim Schreiben anspanne: Kiefergelenke, Hüften und sogar den Lenden-Darmbeinmuskel. Unsere Kreativität kann nicht fließen, wenn wir wie ein Äffchen mit krummen Rücken acht Stunden in die Tasten hauen. Daher Wecker anstellen und nach 90 Minuten ist Blaumachen in Form von Schütteln angesagt.
Zu deiner Lieblingsmusik schüttelst du fünf Minuten deinen ganzen Körper durch. Du fängst mit den Beinen an und arbeitest dich über die Hüften nach oben Richtung Kopf. Schüttel vor allem auch deine Hände aus. Mit dieser Übung fließt die Anspannung aus deinem Körper. Du kannst wieder beschwingt weiterschreiben. Dieser königliche Rat hilft dir auch bei Schreibblockaden.

Königlicher Tipp Nr. 4: Geh schlafen!

Die Queen und ich sind beide ganz vernarrt in Hunde. Es gibt allerdings einen Unterschied: Die Queen ist bislang stolze Hundemutti von 30 Corgis gewesen und ich träume nur von einem Hund. Was wir beide aber verabscheuen, sind Hunde, die sich in die Wade der Postbotin festbeißen. Apropos „Festbeißen“ … das kann dir auch beim Texten passieren. In diesem Moment verlierst du als Autorin oder Autor die Distanz zu deinem Text und siehst den Wald vor lauter Buchstaben nicht mehr. Daher empfehle ich meinen Schreibcoachees ein Powernapping am Mittag oder wichtige Texte wie Blogartikel oder Webseiten-Texte über Nacht ruhen zu lassen.
Während du selig schläfst, gewinnst du Distanz zum Text und kommst auf neue Ideen. Mit diesem Abstand kannst du am nächsten Tag deinen Text viel besser feinpolieren.

Königlicher Tipp Nr. 5: „Umarme dich!“

Haha, den letzten Tipp hat die Queen von mir! 🙂 Wenn sie vor Kummer, Sorgen oder einer Krise in den vergangenen 70 Jahren nicht mehr weiter wusste und nachts dicke königliche Tränen auf ihr Kopfkissen tropften, hat sie meinen Tipp ausprobiert: „Umarme dich selbst!“
Auch beim Schreiben gibt es jede Menge stressiger Situationen wie eine längere Schreibblockade, das erste Buch oder das Einhalten von Deadlines. Bei Stress läuft unser Nervensystem auf Hochtouren und dann versiegt unsere Kreativität. Idealerweise brauchen wir in solchen Augenblicken einen Lieblingsmenschen, der uns in den Arm nehmen kann. Wenn dein Lieblingsmensch gerade nicht abkömmlich ist oder du alleine in deinem Home-Office arbeitest, umarme dich selbst physisch. Der Trick dabei? Dein Körper kann nicht unterscheiden, ob deine Hände oder die Hände deines Gegenübers auf deinen Schultern liegen. Dein Körper fühlt sich umarmt, dein Nervensystem wird beruhigt und du hast wieder einen klaren Schreib-Kopf.

Your Majesty, herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum. Ich freue mich auf weitere 10 Jahre mit Ihnen.

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Raus mit der Marke! Ich helfe Einzel-Unternehmer:innen beim Schürfen ihrer Personenmarke. Von Markenkern über lebendige (Web-)Texte bis zum bekömmlichen Marketing hin. Fern vom Marketing-Einheitsbrei. Du und ich arbeiten im agilen Schreibcoaching per Mail. Auch berate ich Marketing-Abteilungen bei der Content-Erstellung für Blog, Magazin sowie Webseite.